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Bitcoin-Miner im KI-Umbau: Cipher verliert in einem Monat die Hälfte, nun folgen Riot und IREN

4. November 2026, 03:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Die börsenkotierten Bitcoin-Miner wandeln sich zu Vermietern von Rechenzentren für künstliche Intelligenz. Der Umbau kostet Umsatz und bringt hohe Schulden, die Aktien schwanken heftig. Am Mittwoch und Donnerstag legen Riot und IREN Zahlen vor.

Cipher Digital zeigt, wie schmerzhaft der Wechsel ist. Im dritten Quartal fiel der Umsatz auf 26,7 Mio. Dollar (CHF 21,8 Mio.), Analysten hatten laut Koyfin 37,5 Mio. Dollar (CHF 30,6 Mio.) erwartet. Ein Jahr zuvor waren es 71,7 Mio. Dollar (CHF 58,4 Mio.). Das Mining, also das Schürfen von Bitcoin, brachte noch 20,8 Mio. Dollar (CHF 17 Mio.). Aus der ersten Vermietung für Hochleistungsrechner kamen 5,9 Mio. Dollar (CHF 4,8 Mio.).

Den Bruch im Geschäft sollen langfristige Verträge füllen. Cipher weist vertraglich gesicherte Einnahmen von 16,6 Mrd. Dollar (CHF 13,5 Mrd.) auf drei Standorten aus, die Grundlaufzeit ist im Schnitt über 17 Jahre lang. Dem stehen Schulden von 6,7 Mrd. Dollar (CHF 5,5 Mrd.) gegenüber, netto 3,1 Mrd. Dollar (CHF 2,5 Mrd.). Das bereinigte Betriebsergebnis vor Abschreibungen lag bei rund minus 10 Mio. Dollar (CHF 8 Mio.).

Heftige Ausschläge an der Börse

Am Dienstagmorgen stand die Aktie laut 24/7 Wall St. rund 51 % tiefer als einen Monat zuvor, IREN hatte 42 % verloren, TeraWulf 23 %. Nach einer Serie gesenkter Kursziele setzte dann die Gegenbewegung ein: Cipher schloss am Dienstag laut Yahoo Finance bei 8,12 Dollar (CHF 6,62), rund 18 % höher. Riot gewann ebenfalls 18 %, TeraWulf 15 % und IREN 11 %. Vom Jahreshoch ist Cipher immer noch rund 73 % entfernt.

Keefe Bruyette kappte das Kursziel für Cipher von 28 Dollar (CHF 23) auf 11 Dollar (CHF 9) und warnte vor einer möglichen Flaute bei neuen Mietverträgen bis Anfang 2027. Firmenchef Tyler Page grenzt sein Unternehmen von den sogenannten Neoclouds ab, die Rechenleistung selbst betreiben. Cipher sei keine solche Firma, sagte er laut Stocktwits. Das Modell mit langen Mietverträgen trage weniger Risiko. Steigende Finanzierungskosten zwingen die Firma aber, bei neuen Verträgen auf eine ausreichende Rendite zu achten.

Die Branche teilt sich

Der Wandel ist breit. Laut einem Bericht des Analysehauses CryptoQuant schürften IREN, Core Scientific, Bitfarms, TeraWulf und Cipher in diesem Jahr bisher 7075 Bitcoin, 47 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Zusammen haben sie KI-Verträge über mehr als 50 Mrd. Dollar (CHF 41 Mrd.) offengelegt. TeraWulf etwa vermietet Anthropic 401 Megawatt für 20 Jahre, Wert rund 19 Mrd. Dollar (CHF 15,5 Mrd.). IREN hat eine Vereinbarung mit Microsoft über 9,7 Mrd. Dollar (CHF 7,9 Mrd.).

MARA, CleanSpark, Riot, HIVE und American Bitcoin steigerten ihre Förderung dagegen um 16 %. Riot baut parallel ebenfalls ein Rechenzentrumsgeschäft auf. Der Bitcoin selbst notierte zuletzt bei rund 76 700 Dollar (CHF 62 500).

Quellen

  1. Cipher Digital Inc. – Form 8-K, Business Update Q3 2026 (November 2026) – US-Börsenaufsicht SEC
  2. CIFR Stock Drops After Q3 Revenue Miss: CEO Says Company Is Not A 'Neocloud' (02.11.2026) – Stocktwits
  3. Cipher Digital Soars 11% as AI Data Center Stocks Rebound After Price-Target Selloff (03.11.2026) – 24/7 Wall St.
  4. AI Infrastructure Stocks Rise as Rebound From Steep Selloff Extends (27.10.2026) – 24/7 Wall St.
  5. Cipher Mining Falls 9%, TeraWulf Sinks 7% as Rising Yields Hit the AI Miner Pivot (18.08.2026) – Yahoo Finance
  6. Bitcoin Miners Pivot to AI, Shedding Nearly Half Their Output as Hash Rate Climbs (24.10.2026) – BigGo Finance

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.