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BP verdient im dritten Quartal 8,46 Mrd. Dollar (CHF 6,95 Mrd.) und erreicht Schuldenziel ein Jahr früher

30. Oktober 2026, 11:22 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der britische Ölkonzern BP hat seinen bereinigten Quartalsgewinn dank hoher Ölpreise und Rekordmargen in den Raffinerien fast vervierfacht. Die Nettoschulden sanken so stark, dass BP sein Ziel für 2027 bereits jetzt erreicht.

BP hat am 30. Oktober in London einen bereinigten Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten von 8,46 Mrd. Dollar (CHF 6,95 Mrd.) für das dritte Quartal ausgewiesen. Ein Jahr zuvor waren es 2,21 Mrd. Dollar (CHF 1,82 Mrd.). Analysten hatten laut einer vom Konzern erhobenen Umfrage nur mit 7,33 Mrd. Dollar (CHF 6,02 Mrd.) gerechnet. Diese Kennzahl klammert Bewertungseffekte auf Lagerbestände aus und gilt in der Branche als Mass für den operativen Gewinn. Laut Bloomberg ist es der höchste Quartalsgewinn seit 18 Jahren.

Unter dem Strich fiel das Ergebnis kleiner aus. Der den Aktionären zurechenbare Gewinn betrug 4,7 Mrd. Dollar (CHF 3,86 Mrd.). Belastet haben vor allem Abschreibungen von rund 4 Mrd. Dollar (CHF 3,29 Mrd.) nach Steuern, die BP grösstenteils mit Geschäften der Energiewende begründet.

Raffinerien als Gewinntreiber

Mehr als die Hälfte des Gewinns stammt aus Raffinerie und Handel. Der Krieg im Nahen Osten hat die Preise für Öl und Treibstoffe nach oben getrieben. Die durchschnittliche Raffineriemarge von BP stieg auf 46,70 Dollar (CHF 38) je Fass, nach 15,80 Dollar (CHF 13) vor einem Jahr. Die Nordseesorte Brent kostete im Quartal im Schnitt 96,99 Dollar (CHF 80) je Fass. Konzernchefin Meg O'Neill dämpfte allerdings die Erwartungen: Im vierten Quartal würden die Margen etwas nachgeben, sagte sie gemäss Bloomberg.

Schulden sinken schneller als geplant

Der operative Cashflow verdoppelte sich fast auf 14,8 Mrd. Dollar (CHF 12,2 Mrd.). Damit sanken die Nettoschulden innert drei Monaten um 8,4 Mrd. Dollar (CHF 6,9 Mrd.) auf 13,9 Mrd. Dollar (CHF 11,4 Mrd.). BP hat damit sein Schuldenziel ein Jahr vor dem Termin erreicht. Die Verschuldungsquote ging von 22,6 % Ende Juni auf 14,8 % zurück. O'Neill sagte, der Konzern habe die Ziele bei Schulden und strukturellen Kostensenkungen nun erfüllt. Die Bilanz sei aber noch immer zu stark belastet, ihre weitere Stärkung bleibe die wichtigste Aufgabe.

Überschüssiges Geld will BP auch einsetzen, um die restlichen Verpflichtungen aus der Ölkatastrophe der Plattform Deepwater Horizon von 2010 vollständig zu begleichen. Dafür stehen noch 5,94 Mrd. Dollar (CHF 4,88 Mrd.) in den Büchern. Zusätzliche Mittel bringt der Verkauf von 65 % an der Schmiermitteltochter Castrol an den Investor Stonepeak, der rund 6 Mrd. Dollar (CHF 4,9 Mrd.) einbringen soll. Die Quartalsdividende bleibt bei 8,66 Cent (CHF 0,07) je Aktie.

An der Londoner Börse legte die BP-Aktie im frühen Handel um 1,3 % zu. Gegen Mittag lag sie noch rund 0,3 % im Plus. Neue Details zur Strategie will BP am 15. Dezember an einem Investorenanlass in New York vorstellen.

Quellen

  1. BP posts net income of $8.46 billion, beating forecasts (30.10.2026) – RTÉ / Reuters
  2. BP Beats Q3 Forecasts, Hits Debt Target Early (30.10.2026) – Value the Markets
  3. BP Q3 Profit Jumps to $8.46 Billion as Debt Falls (30.10.2026) – Grafa
  4. Britischer Ölkonzern BP verdient deutlich mehr, Ölpreise und Raffineriemargen treiben (30.10.2026) – Der Standard

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.