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BYD und Geely: Exporte sorgen für starken Oktober, im Heimmarkt verkaufen beide deutlich weniger

2. November 2026, 11:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Chinas zwei grösste Autobauer melden ihre stärksten Monate des Jahres. Doch die Zahlen haben zwei Seiten: Im Ausland verdoppeln BYD und Geely ihren Absatz und mehr, in China verlieren sie. Kleinere Anbieter geraten stärker unter Druck.

BYD verkaufte im Oktober 490 168 Fahrzeuge, 10,97 % mehr als ein Jahr zuvor und so viele wie seit Dezember 2024 nicht mehr. Geely Auto kam auf 310 183 Fahrzeuge, ein Plus von 0,99 %. Das sind nur 245 Stück weniger als beim Rekord vom November 2025. Die Hongkonger Zeitung South China Morning Post sieht beide damit gegen den Abwärtstrend im weltgrössten Automarkt. In Hongkong stieg die BYD-Aktie am Montag um rund 3,2 %, Geely gab rund 0,9 % nach.

Das Ausland trägt das Wachstum

Der Blick in die Details zeigt die Verschiebung. BYD exportierte 170 194 Fahrzeuge, 102,8 % mehr als im Vorjahr, während der Absatz in China um 10,6 % auf 319 974 fiel. Bei Geely stiegen die Exporte um 157,78 % auf 107 153, in China ging es um 23,55 % auf 203 030 zurück. Bei beiden kommt damit gut ein Drittel des Absatzes aus dem Ausland.

Über zehn Monate wird der Trend noch deutlicher: BYD verkaufte in China 27,8 % weniger, der Gesamtabsatz liegt 2,2 % im Minus. Exporte lohnen sich laut einer Analystenschätzung, die das Portal Autonext zitiert: Im ersten Halbjahr brachte ein im Ausland verkauftes Auto rund 20 000 Yuan (CHF 2480) Gewinn, im Heimmarkt unter 3000 Yuan (CHF 370).

Ehrgeizige Ziele werden knapp

Ganz ohne Dämpfer verlief der Monat nicht. Die BYD-Exporte lagen 5,8 % unter dem September und unter den angekündigten 180 000 bis 200 000 pro Monat. Für fast 2 Mio. Exporte, die das Unternehmen im September in Aussicht stellte, wären in den letzten zwei Monaten rund 243 000 pro Monat nötig. Geely hat sein Exportziel von 920 000 dagegen fast erreicht, der Rückstand beträgt rund 15 000. Das Gesamtziel von 3,45 Mio. Fahrzeugen scheint fern: Es bräuchte laut CnEVPost rund 452 000 pro Monat.

Auch in Europa wird es enger. Am 9. Oktober vereinbarten die EU und Peking, chinesische Hybrid-Exporte in die EU gegenüber dem erwarteten Wachstum über vier Jahre um mehr als die Hälfte zu kürzen. Auf reine Elektroautos von BYD fällt in der EU laut Autonext ein Zoll von 27 % an, auf Plug-in-Hybride 10 %.

Die Lage bei den Kleineren

Unter den jüngeren Elektroauto-Herstellern gehen die Wege auseinander. Leapmotor legte um 50,99 % auf 106 127 Fahrzeuge zu, Xpeng um 19,57 % auf 50 237. Nio verlor dagegen 15,23 %, Li Auto 8,63 %, und die Huawei-Allianz HIMA verkaufte rund halb so viel wie vor einem Jahr. Laut der South China Morning Post steigt der Druck auf kleinere Anbieter, Gewinne zu erzielen.

Quellen

  1. As BYD and Geely hit sales highs, pressure mounts on China's smaller carmakers (02.11.2026) – South China Morning Post (Anriss)
  2. Roundup: October 2026 deliveries by major Chinese automakers (01.11.2026) – CnEVPost
  3. Geely nears monthly sales record as exports remain strong (01.11.2026) – CnEVPost
  4. BYD sells a record 305,743 electric cars, but its exports slow again (01.11.2026) – Autonext

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.