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USA lassen erstmals Dauer-Futures auf Einzelaktien zu: Rund-um-die-Uhr-Handel mit Hebel rückt näher

3. November 2026, 18:25 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Die US-Aufsicht CFTC hat Perpetual Futures auf einzelne Aktien für den Handel an regulierten Börsen freigegeben. Das Produkt stammt aus der Kryptowelt und hat kein Verfallsdatum. Kritiker warnen vor Risiken für Privatanleger.

CFTC-Chef Michael Selig gab den Schritt am 3. November bekannt. Die CFTC ist die US-Aufsicht für Terminmärkte. Sogenannte Equity Perps, also Perpetual Futures auf einzelne Aktien, können damit erstmals an US-regulierten Börsen gehandelt werden. Einen Starttermin, konkrete Börsen oder einzelne Kontrakte nennt die Erklärung nicht.

Was Perps sind

Ein Future ist ein Terminkontrakt, der normalerweise an einem festen Datum ausläuft. Perpetual Futures laufen dagegen unbegrenzt. Sie lassen sich laut Reuters oft mit hohem Hebel handeln, was Gewinne und Verluste vergrössert. Der Handel ist laut Investing.com zudem rund um die Uhr möglich, also auch ausserhalb der üblichen Börsenzeiten. Bisher waren solche Kontrakte vor allem auf Kryptobörsen im Ausland verbreitet.

Doppelte Aufsicht als Kompromiss

Die Kontrakte gelten als Wertpapier-Futures nach einem US-Gesetz aus dem Jahr 2000. Sie unterstehen deshalb sowohl den Regeln der CFTC als auch jenen der Börsenaufsicht SEC. Börsen brauchen die CFTC-Zulassung und müssen sich zusätzlich mit einer Mitteilung bei der SEC registrieren. Selig betont in seiner Erklärung, solche Produkte seien lange in einem regulatorischen Niemandsland stecken geblieben. Eine Absichtserklärung der beiden Behörden vom März habe die Koordination verbessert.

Der Weg dorthin war kurz: Ende Mai genehmigte die CFTC mit dem BTCPERP der Plattform Kalshi den ersten Bitcoin-Perpetual an einer regulierten US-Börse. Im September kamen dort laut Bitcoin Magazine Gold und Silber dazu. Für Kalshi und Polymarket, bekannt für Wetten auf Wahlen und Sport, wären Aktien-Perps laut Reuters ein weiteres Wachstumsfeld.

Widerstand aus Politik und von der CME

Selig begründet den Schritt damit, dass Anleger nicht auf oft unregulierte Plattformen im Ausland ausweichen sollen. Dabei verwies er laut Bitcoin Magazine auf den Hack bei Binance vom 29. Oktober, bei dem rund 6,3 Mrd. Dollar (CHF 5,2 Mrd.) abflossen.

Die Kritik bleibt laut. Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren sieht laut Investing.com die Gefahr von Insiderhandel und Risiken für Anleger. Sechs demokratische Senatoren wollen Aktienderivate allein bei der SEC belassen, die Republikanerin Katie Britt fordert einen starken Anlegerschutz. Zudem verklagte die Terminbörse CME die CFTC im Juni wegen der Zulassung von Krypto-Perps, das Verfahren läuft noch. Gewinnen die Demokraten eine Kammer, dürfte der Kongress das Thema genauer prüfen.

Quellen

  1. Statement on Equity Perpetual Futures (03.11.2026) – CFTC
  2. Trading in single-stock 'perps' can begin, US regulator says (03.11.2026) – Reuters via WBOW
  3. CFTC approves trading of single-stock perpetual futures under joint SEC oversight (03.11.2026) – Investing.com
  4. CFTC Opens U.S. Stock Market To Equity Perpetual Futures (03.11.2026) – Bitcoin Magazine

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.