Märkte

China stoppt laut Bericht neue Börsengänge: Pekings Stützen bremsen den Ausverkauf bei Tech-Werten nicht

3. November 2026, 14:27 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Die chinesische Wertpapieraufsicht soll Banken angewiesen haben, Börsengänge und grosse Aktienverkäufe bestehender Aktionäre auszusetzen. Das berichtet die Financial Times. Am Dienstag fielen die Tech-Börsen trotzdem weiter, der STAR 50 verlor 3,8 %.

Die Financial Times beruft sich auf drei mit den Gesprächen vertraute Personen. Die China Securities Regulatory Commission (CSRC) habe die Investmentbanken in den vergangenen Tagen in Treffen informell angewiesen, die Pause solle gelten, bis sich die Märkte erholt hätten. Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig bestätigen, öffentlich haben die Behörden nichts mitgeteilt.

Das Wall Street Journal schildert es etwas enger: Laufende Verfahren gingen demnach weiter, die Aufsicht nehme vorerst aber keine neuen Kotierungen an. Die Massnahme zielt auf das Angebot: Weniger neue Aktien sollen den Markt entlasten. Börsengänge haben in China dieses Jahr gemäss einer Marktmeldung bereits über 292 Mrd. Yuan (CHF 36 Mrd.) eingebracht, so viel wie seit 2023 nicht mehr.

Rettungsversuche ohne Wirkung

Auslöser ist ein heftiger Kursrutsch. Der Leitindex CSI 300 fiel im Oktober um 8,5 %, der schwächste Monat seit über einem Jahrzehnt. Am Montag kündigten die Behörden neue Stützen an, darunter Swap-Geschäfte für Finanzinstitute und eine dauerhafte Refinanzierung von Aktienrückkäufen, deren Zinssatz von 1,25 auf 1 % sinkt. Notenbankchef Pan Gongsheng bekräftigte laut South China Morning Post in einem Arbeitsbericht die Unterstützung für den Aktienmarkt.

Die Wirkung blieb aus. Am Dienstag verlor der Shanghai Composite 0,82 % auf 3608 Punkte, der Shenzhen Component 1,21 %. Der Wachstumsindex ChiNext gab 2,73 % nach, der Technologieindex STAR 50 3,81 %. Über 3300 Titel fielen, der Handelsumsatz lag bei rund 1700 Mrd. Yuan (CHF 210 Mrd.). Hongkong hielt sich besser: Der Hang Seng stieg um 0,57 %.

KI-Titel im Zentrum

Am stärksten trifft es Hersteller von Rechenhardware. Der KI-Chipentwickler Cambricon verlor rund 10,8 %, Zhongji Innolight rund 8,1 %. Der STAR 50 liegt laut einem Marktbericht rund 40 % unter seinem Hoch von Ende Juni, was rund 480 Mrd. Dollar (CHF 393 Mrd.) an Börsenwert entspricht.

Quellen

  1. China regulator tells banks to pause IPOs, FT reports (03.11.2026) – Reuters via WBOW
  2. Beijing Reins In IPO Rush After AI Concerns Hit Stock Market (03.11.2026) – Wall Street Journal (Anriss)
  3. PBOC pledges support for stocks as China's market slide defies rescue efforts (03.11.2026) – South China Morning Post (Anriss)
  4. A-Share Close: STAR 50 Index Falls 3.81% (03.11.2026) – PANews
  5. China Shanghai Composite Stock Market Index (03.11.2026) – Trading Economics
  6. Chinese regulators halt IPOs and large-scale share sales to stabilize the market (03.11.2026) – KuCoin News / MarsBit

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.