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Nach dem Oktober-Einbruch: Chinas Notenbank und Börsenaufsicht beraten am Montag über Stützen für Aktien

1. November 2026, 12:23 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Chinas Börsen haben im Oktober teils mehr als ein Fünftel verloren. Laut Berichten chinesischer Medien treffen sich Notenbank, Börsen- und Bankenaufsicht am Montag mit den grossen Banken. Im Zentrum steht ein Kreditprogramm für Aktienrückkäufe.

Peking will den Absturz an den Festlandbörsen bremsen. Die People's Bank of China, die Wertpapieraufsicht CSRC und die Finanzaufsicht NFRA wollen sich am Montag, 2. November, mit grossen Banken treffen. Das berichten die Hongkonger Zeitung The Standard, die South China Morning Post und Bloomberg unter Berufung auf Medien in Festlandchina. Eine offizielle Mitteilung der Behörden lag am Sonntag nicht vor, auch Beträge wurden nicht genannt.

Besprochen werden soll laut den Berichten, wie sich die Instrumente zur Stützung des Kapitalmarkts ausbauen lassen. Dazu gehört ein spezielles Refinanzierungsprogramm der Notenbank. Über diesen Kanal erhalten börsenkotierte Firmen und Grossaktionäre günstige Bankkredite, um eigene Aktien zurückzukaufen oder ihre Beteiligungen aufzustocken. Das Programm soll nun verbessert werden.

Technologiewerte verlieren fast ein Viertel

Der Auslöser ist ein schwacher Oktober. Der Shanghai Composite verlor im Monat 6,3 %, der Shenzhen Component sogar 15,9 %. Die technologielastigen Indizes ChiNext und STAR Market büssten laut The Standard je mehr als 23 % ein. Am letzten Handelstag, dem 30. Oktober, fiel der Shanghai Composite um 1,44 % auf 3599 Punkte. Es war der erste Schlusskurs unter 3600 Punkten in diesem Jahr. Der ChiNext gab an diesem Tag 4,13 % nach, der STAR 50 sogar 4,66 %. Mehr als 4600 Titel schlossen tiefer, der Umsatz an beiden Börsen stieg auf 1,67 Billionen Yuan (CHF 208 Mrd.).

Der Ausverkauf trifft vor allem Technologie- und KI-Aktien und fällt in eine weltweite Korrektur bei Tech-Werten. Bereits Mitte Oktober hatten die Behörden reagiert. Laut Bloomberg drängten sie nach einem Treffen am 15. Oktober Unternehmen und Staatsfonds zu Aktienkäufen. Einige Investoren wurden gebeten, weniger zu verkaufen. Grosse Versicherer erhielten eine sogenannte «Window Guidance», also eine informelle Anweisung der Aufsicht: Sie sollten unter anderem Verluste auf Positionen unter dem Einstandspreis nicht realisieren. Die staatlich gelenkten Fonds, das «Nationalteam», sollten ihre Käufe beschleunigen.

Ein bewährtes Werkzeug

Das Kreditprogramm für Rückkäufe ist nicht neu. Die Notenbank hatte es im September 2024 als Teil eines Hilfspakets für Immobilien- und Aktienmarkt geschaffen, mit einem anfänglichen Rahmen von 300 Mrd. Yuan (CHF 37 Mrd.). Bis April 2025 hatten die Geschäftsbanken laut dem Staatssender CCTV bereits mehr als diesen Betrag an Krediten zugesagt. Zu den Firmen mit Rückkaufplänen gehörten damals Kweichow Moutai, PetroChina und CATL.

Auch für Hongkong sind die Aussichten gedämpft. Analysten rechnen laut The Standard im November mit weiterem Druck auf den Hang Seng Index, der die Marke von 22 800 Punkten testen könnte. Als Gründe nennen sie Gewinnmitnahmen bei KI-Aktien, die Unsicherheit vor den US-Zwischenwahlen am 3. November, schwache Einkaufsmanagerdaten aus China und anhaltende Abflüsse über das Southbound Stock Connect, also aus Festlandchina in Hongkonger Aktien.

Quellen

  1. China regulators act to support stocks after October slump, mainland media reports (01.11.2026) – The Standard
  2. China moves to prop up stock market with selling curbs, buybacks (16.10.2026) – The Edge Malaysia / Bloomberg
  3. Chinese Banks Have Lent Over CNY300 Billion for Share Buybacks via Special Facility, CCTV Reports (10.04.2025) – Yicai Global

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.