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China: Staatsrat will die Börse stabiler machen, nachdem ChiNext um fast 4 % fällt

6. November 2026, 15:27 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Pekings Regierung stellt nach einem weiteren Kursrutsch bessere Mechanismen zur Marktstützung in Aussicht. Neue Massnahmen nannte sie am 6. November nicht. Die Unternehmen helfen bereits selbst mit Aktienrückkäufen nach.

Der chinesische Staatsrat hat sich am 6. November unter Ministerpräsident Li Qiang mit der Wirtschaftslage befasst. Laut der Staatsagentur Xinhua soll der Mechanismus zur Stabilisierung des Kapitalmarkts verbessert und die innere Stabilität des Aktienmarkts gestärkt werden. Der Satz fiel in einer längeren Liste von Aufgaben, die auch den Abbau der Risiken bei Lokalschulden und kleineren Finanzinstituten umfasst. Konkrete Beträge nennt die Mitteilung nicht.

Die Botschaft kam nach einem schwachen Handelstag. Der Shanghai Composite verlor 1,10 % auf 3649 Punkte, der Shenzhen Component 2,57 %. Der Wachstumsindex ChiNext gab 3,96 % nach, der Technologieindex Star 50 sank um 2,60 %. Auslöser waren die Verluste an der Wall Street nach den US-Zwischenwahlen. Gesucht waren dagegen Dividendenwerte wie Banken und Versorger.

Der Ausverkauf begann schon im Sommer

Die Schwäche ist nicht neu. Der Star 50 lag Ende Oktober laut Business Insider rund 40 % unter seinem Sommerhoch, was etwa 480 Mrd. Dollar (CHF 394 Mrd.) Börsenwert entspricht. Der CSI 300 mit den grössten Festlandaktien verlor im Oktober 8,5 %. Das war der stärkste Monatsrückgang seit über zehn Jahren.

Peking hat bereits mehrfach eingegriffen. Über eine Swap-Operation der Notenbank beantragten 31 Wertpapierhäuser und Fondsgesellschaften Liquidität von über 100 Mrd. Yuan (CHF 12 Mrd.). Am 2. November stellte die Börsenaufsicht zudem Regeln für sogenannte Stützungsrückkäufe vor: Fällt eine Aktie unter ihren Ausgabepreis, sollen Unternehmen schneller zurückkaufen können. Wichtige Indexwerte und Technologieführer werden zum Handeln angehalten.

Die Firmen ziehen mit

Die Unternehmen reagieren. Von Januar bis Oktober meldeten 645 Firmen Rückkaufpläne über 237,7 Mrd. Yuan (CHF 29 Mrd.), ausgeführt wurden Käufe von 134,5 Mrd. Yuan (CHF 17 Mrd.). Das sind laut 21st Century Business Herald Rekordwerte. Am 6. November kündigten mindestens zehn weitere Firmen an, Rückkäufe über die Kreditlinie der Notenbank zu finanzieren, darunter die KI-Zulieferer Zhongji Innolight und Eoptolink sowie Luxshare. Mehrere grosse Broker wie CITIC Securities meldeten eigene Aktienkäufe.

Ob das reicht, ist offen. Die Analysten Michael Hirson und Houze Song von 22V Research werteten die Massnahmen bereits Anfang Woche als Versuch, dem Markt einen Boden einzuziehen. Sie bezweifeln gegenüber Business Insider, dass die Behörden eine breite Erholung anstreben, weil dafür stärkere Mittel nötig wären. Einen ersten Test bringt der Handel am Montag.

Quellen

  1. 李强主持召开国务院常务会议 (06.11.2026) – Xinhua
  2. 证监会优化护盘式回购规则 央行:巩固完善资本市场稳市机制 (06.11.2026) – 21st Century Business Herald
  3. China's AI trade has crashed. Now Beijing is trying to stop the stock market slide. (03.11.2026) – Business Insider via Yahoo Finance
  4. 新浪沪指热点小时报 (06.11.2026) – Sina
  5. 11月6日东方财富财经晚报 (06.11.2026) – Eastmoney

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.