Rohstoffe

Citi senkt Lithium-Preisziel auf 12 000 Dollar (CHF 9900): Der Einbruch ist laut Bank nicht vorbei

2. November 2026, 05:25 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Die Citigroup kürzt ihre Lithium-Preisziele drastisch und warnt vor weiteren Rückschlägen. Seit Anfang September sind die Preise um bis zu 40 % gefallen. Abnehmer zögern mit Käufen, und für 2027 erwartet die Bank ein Überangebot.

Wer auf eine rasche Erholung am Lithiummarkt gesetzt hat, erhält von der Citigroup einen Dämpfer. In einem Bericht vom 30. Oktober, über den Finanzmedien am 2. November berichteten, senken die Analysten das Preisziel für die nächsten null bis drei Monate bei Lithiumkarbonat von 20 000 Dollar (CHF 16 500) auf 12 000 Dollar (CHF 9900) je Tonne. Bei Lithiumhydroxid geht es von 17 000 Dollar (CHF 14 000) auf denselben Wert. Spodumen, das Lithiumerz-Konzentrat aus der Mine, soll noch 1200 Dollar (CHF 990) statt 2000 Dollar (CHF 1650) kosten.

Für die nächsten sechs bis zwölf Monate rechnet die Bank mit 14 000 Dollar (CHF 11 500) für Karbonat und 1400 Dollar (CHF 1150) für Konzentrat. Kurzfristig hält sie sogar einen Test der Zone von 10 000 bis 12 000 Dollar (CHF 8200 bis 9900) für möglich.

Abnehmer warten, Preise fallen weiter

Citi beschreibt einen Teufelskreis: Batteriehersteller und andere Käufer erwarten tiefere Preise, bestellen weniger und leeren ihre Lager. Das drückt die Preise zusätzlich. Die Branchenumfragen der Bank seien nicht ermutigend ausgefallen. Eine Wende sieht sie erst, wenn Minen ihre Produktion kürzen oder die Lager der Abnehmer aufgebraucht sind.

In China kostete Lithiumkarbonat am 30. Oktober laut Trading Economics noch 93 600 Yuan (CHF 11 650) je Tonne, rund 25 % weniger als einen Monat zuvor. Belastet haben unter anderem geplante EU-Obergrenzen für chinesische Plug-in-Hybride, die Wiederaufnahme australischer Minen und eine Revision der chinesischen Lagerstatistik, die die Bestände deutlich höher auswies.

Knappes Überangebot, aber klare Richtung

Für 2026 erwartet Citi noch ein Defizit von 135 000 Tonnen. Für 2027 rechnet sie mit einem Überschuss von 47 000 Tonnen, rund 2 % des Angebots. Die Batterienachfrage soll 2027 weiter um 25 % wachsen. Goldman Sachs zeichnete im Oktober ein deutlich schärferes Bild: Der Markt drehe von einem Defizit von 404 000 Tonnen im Jahr 2026 zu einem Überschuss von 444 000 Tonnen im Jahr 2028.

Gegenargumente gibt es. Die sichtbaren Lager in China sinken, was auch Citi anerkennt. Zudem könnten teure Produzenten bei diesen Preisen ihre Förderung bald drosseln. Die Aktien der Produzenten stehen dennoch unter Druck: Pilbara Minerals notierte am Montag in Sydney bei rund 2,62 Austral-Dollar (CHF 1,52), nach etwa 3,55 Austral-Dollar (CHF 2,06) Anfang Oktober, also gut ein Viertel tiefer.

Quellen

  1. 花旗:去库存压制短期锂价,下调碳酸锂等价格目标 (02.11.2026) – FX678 / Huitong
  2. 花旗现在看空碳酸锂,等于49年入国军 (02.11.2026) – Sohu
  3. Lithium - Price - Chart - Historical Data - News (30.10.2026) – Trading Economics
  4. China's Lithium Carbonate Futures Plunge Nearly 12%, Breaching 110,000 Yuan as Institutions Warn of 2027 Oversupply (12.10.2026) – BigGo Finance
  5. Lithium Slips to 2026 Lows Near CNY 125,000 as Inventory Revisions and Aussie Restarts Test ASX Producers (09.10.2026) – Mining Australia

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.