Commerzbank: Gewinn steigt um 45 % auf 859 Mio. Euro (CHF 788 Mio.), die Zinsprognose sinkt
Die Commerzbank meldet das beste Neunmonatsergebnis ihrer Geschichte. Beim Zinsüberschuss nimmt sie die Prognose wegen des Wettbewerbs um Einlagen aber leicht zurück. Der Abschluss der Offerte von UniCredit könnte noch dieses Jahr oder Anfang 2027 folgen.
Die Commerzbank verdiente im dritten Quartal 859 Mio. Euro (CHF 788 Mio.), nach 591 Mio. Euro (CHF 542 Mio.) im Vorjahr. Das Plus von 45 % ist auch dem Vergleich geschuldet, denn das Vorjahr war von Restrukturierungskosten belastet. Von der Bank befragte Analysten hatten laut einem Vorbericht im Schnitt 864 Mio. Euro (CHF 793 Mio.) erwartet, das Ergebnis lag also nahe am Konsens. Das Betriebsergebnis stieg um 25 % auf 1,31 Mrd. Euro (CHF 1,2 Mrd.).
Nach neun Monaten steht ein Betriebsergebnis von 4,04 Mrd. Euro (CHF 3,7 Mrd.) zu Buche, 17 % mehr als im Vorjahr und laut Bank ein Rekord. Der Gewinn legte um 41 % auf 2,67 Mrd. Euro (CHF 2,5 Mrd.) zu. Die Erträge stiegen im Quartal um 9 % auf 3,2 Mrd. Euro (CHF 2,9 Mrd.), wobei die Auflösung von Rechtsrückstellungen bei der polnischen Tochter mBank half.
Zinsgeschäft tritt an Ort
Der Zinsüberschuss, die Differenz zwischen Zinserträgen und Zinskosten, blieb mit 6,2 Mrd. Euro (CHF 5,7 Mrd.) nach neun Monaten nahezu stabil. Für das Gesamtjahr rechnet die Bank nun mit rund 8,5 Mrd. Euro (CHF 7,8 Mrd.) statt 8,6 Mrd. Euro (CHF 7,9 Mrd.) und begründet dies mit dem stärkeren Wettbewerb um Einlagen. Getragen wird das Ergebnis vom Provisionsgeschäft, das dank Wertpapieren um rund 8 % zulegte.
Das Gewinnziel von mindestens 3,4 Mrd. Euro (CHF 3,1 Mrd.) für 2026 bleibt bestehen. Die Risikovorsorge lag im Quartal bei 210 Mio. Euro (CHF 193 Mio.). Die Kernkapitalquote betrug Ende September 14,2 %. Dieses Jahr will die Bank rund 3,2 Mrd. Euro (CHF 2,9 Mrd.) an die Aktionäre zurückgeben, der Rückkauf von bis zu 1,2 Mrd. Euro (CHF 1,1 Mrd.) ist zu etwa 70 % erledigt.
UniCredit rückt näher
Die Zahlen gehören zu den letzten vor dem erwarteten Kontrollwechsel. Die Europäische Zentralbank bewilligte UniCredit am 15. Oktober eine höhere Beteiligung, weitere Genehmigungen stehen noch aus. Die Bank erwartet den Abschluss der Offerte im vierten Quartal 2026 oder Anfang 2027. Beim Stellenabbau haben rund 1800 Angestellte individuelle Lösungen vereinbart, über 1100 nutzen ein neues freiwilliges Altersteilzeit-Angebot. Konzernchefin Bettina Orlopp verwies auf das Versprechen, langfristig Wert zu schaffen.
Quellen
- Commerzbank erzielt bestes Neunmonatsergebnis der Konzerngeschichte (05.11.2026) – Commerzbank, via ad-hoc-news
- Commerzbank Aktie: Analysten erwarten Gewinnsprung vor den Q3-Zahlen am Donnerstag (2026) – goldesel.de
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.