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Dongshan Precision startet in Hongkong: Börsengang über 9,9 Mrd. HK-Dollar wird zum Test für KI-Titel

28. Oktober 2026, 00:22 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der chinesische Leiterplattenhersteller Dongshan Precision nimmt am Mittwoch den Handel in Hongkong auf. Der Konzern hat rund 9,9 Mrd. Hongkong-Dollar eingenommen, doch Privatanleger hielten sich auffällig zurück.

Suzhou Dongshan Precision Manufacturing hat seine neuen H-Aktien zu 86,80 Hongkong-Dollar platziert. Das liegt rund 7,5 % unter dem Höchstpreis von 93,80 Hongkong-Dollar, den das Unternehmen in der Zeichnungsfrist genannt hatte. Verkauft wurden etwa 113,8 Millionen Aktien, die Option auf eine Aufstockung blieb ungenutzt. Der Erlös von rund 9,9 Mrd. Hongkong-Dollar entspricht etwa 1,3 Mrd. Dollar oder gut CHF 1 Mrd. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg ist es der grösste Börsengang in Hongkong seit rund acht Wochen.

Zu den gemeinsamen Begleitbanken gehört neben Guotai Haitong, GF Securities und Citic Securities auch die UBS. Rund 20 sogenannte Ankerinvestoren, also Grossanleger, die vorab feste Zusagen geben, verpflichteten sich laut dem Techportal TechNode zu Käufen von rund 680 Mio. Dollar. Darunter sind laut Bloomberg JPMorgan Asset Management, Alibaba, Jane Street und Jump Trading. Sie müssen ihre Titel mindestens sechs Monate halten.

Schwache Nachfrage bei Privatanlegern

Die South China Morning Post berichtete unter Berufung auf Insider, die Tranche für Privatanleger sei nicht voll gezeichnet worden. Weniger als 10'000 Personen hätten sich beworben. Nach einem Kursrückgang der in Shenzhen kotierten A-Aktie um fast 10 % am 22. Oktober hätten zudem einige institutionelle Investoren grössere Aufträge zurückgezogen. Der Ausgabepreis in Hongkong liegt laut TechNode umgerechnet rund 35 % unter dem Schlusskurs der A-Aktie vom 23. Oktober.

Das Umfeld ist schwierig. Chinas Aktienmarkt hat laut Bloomberg seit dem Höchststand im Mai rund 3500 Milliarden Dollar an Wert verloren. Mehrere Unternehmen, darunter Rechenzentrumsbetreiber, haben geplante Börsengänge in Hongkong verschoben oder abgesagt. Anleger verlangten zunehmend Klarheit über die Gewinne, statt nur eine Geschichte zu kaufen, sagte Francis Tan, Asien-Chefstratege von Indosuez Wealth Management, gegenüber Bloomberg.

Vom Blechteilehersteller zum KI-Zulieferer

Dongshan wurde 1998 in Suzhou als Hersteller von Metallteilen gegründet. Durch Zukäufe wie MFLEX und Multek wurde der Konzern zu einem der grössten Anbieter von Leiterplatten. Seit 2025 gehört auch Source Photonics dazu, ein Hersteller von optischen Transceivern. Das sind Bauteile, die Daten in KI-Rechenzentren per Licht übertragen. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Reingewinn laut TechNode um 290 % auf 2,96 Mrd. Yuan bei einem Umsatz von 27,8 Mrd. Yuan. Gleichzeitig wuchsen die Finanzierungskosten auf rund 546 Mio. Yuan, nach 29,5 Mio. Yuan im Vorjahr. Knapp zwei Drittel des Erlöses sollen in neue und modernisierte Fabriken fliessen, unter anderem für optische Chips.

Quellen

  1. Chinese manufacturer Dongshan raises US$1.3 bil in HK listing (25.10.2026) – The Edge Malaysia / Bloomberg
  2. Dongshan Precision’s Acquisition-Led AI Bet Meets a Cooler Market (27.10.2026) – TechNode
  3. Dongshan Precision retail IPO undersubscribed as Hong Kong mega listing flops: sources (23.10.2026) – South China Morning Post
  4. Dongshan Precision IPO (20.10.2026) – The Standard

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.