Welt-Lebensmittelpreise sinken im Oktober um 1,2 %: Getreide billiger, Zucker auf dem Hoch seit 2024
Der Preisindex der UNO-Ernährungsorganisation FAO fällt auf 133,9 Punkte, weil Getreide, Fleisch und Milchprodukte billiger werden. Gegen den Trend steigt Zucker zum vierten Mal in Folge. Zum Vorjahr liegt der Gesamtindex weiterhin 5,9 % höher.
Die Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel sind im Oktober gesunken. Der FAO-Lebensmittelpreisindex, den die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO am 6. November veröffentlichte, lag bei 133,9 Punkten. Das sind 1,6 Punkte oder 1,2 % weniger als im revidierten September. Damit machte der Index einen Teil des Anstiegs aus dem Vormonat wieder wett. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt das Plus 5,9 %, vom Rekord im März 2022 ist er 16,4 % entfernt.
Getreide fällt am stärksten
Den grössten Beitrag leistete Getreide. Der Teilindex sank um 4,5 % auf 116,8 Punkte und liegt nun 12,6 % unter dem Vorjahreswert. Weizen, Mais und andere Körner wurden billiger, nur Reis verteuerte sich um 1,6 %. Fleisch gab um 1,2 % auf 125,5 Punkte nach. Milchprodukte fielen um 1,1 % auf 117,8 Punkte, das sind 16,9 % weniger als im Oktober 2025. Butter und Käse verbilligten sich, während Magermilchpulver teurer wurde.
Zucker und Sojaöl ziehen an
Ganz anders verlief der Monat beim Zucker. Der Teilindex stieg um 6,6 % auf 121,3 Punkte, zum vierten Mal in Folge, und erreichte den höchsten Stand seit Dezember 2024. Zum Vorjahr beträgt das Plus 28,8 %. Die FAO nennt als Gründe Störungen bei Ernte und Verarbeitung im wichtigen Anbaugebiet im Süden und Zentrum Brasiliens sowie Sorgen um die Produktion in Indien. Auch Pflanzenöle wurden leicht teurer, der Index stieg um 0,3 % auf 199,2 Punkte. Sojaöl erreichte den höchsten Stand seit Ende 2022, Rapsöl gab nach.
Vorräte wachsen trotz kleinerer Ernte
Die FAO veröffentlichte zugleich neue Schätzungen zum Getreidemarkt. Die Weltproduktion dürfte 2026 hinter dem Rekord von 2025 zurückbleiben, mit 2999 Mio. Tonnen aber den zweithöchsten je gemessenen Wert erreichen. Die Reisernte sinkt um 2,5 % auf 552 Mio. Tonnen, erstmals seit vier Saisons. Der Verbrauch 2026/27 steigt nur um 0,2 % auf 2971 Mio. Tonnen, weshalb die Lager bis Ende der Saison 2027 um 17,2 Mio. Tonnen wachsen sollen. Der Welthandel mit Getreide dürfte um 3,3 % auf 507,7 Mio. Tonnen schrumpfen, vor allem weil 8,6 % weniger Weizen gehandelt wird.
Quellen
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.