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Update: Binance-Kunden ziehen nach dem Neustart netto 3,6 Mrd. Dollar (CHF 3 Mrd.) ab

1. November 2026, 00:23 Uhr · aktualisiert 19:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Nach der Wiederaufnahme der Auszahlungen haben Kunden der Kryptobörse Binance am Sonntag binnen neuneinhalb Stunden netto 3,64 Mrd. Dollar (CHF 3 Mrd.) abgezogen. Das sind rund 2 % der verwalteten Vermögen. Den Hack-Schaden von 6,3 Mrd. Dollar (CHF 5,2 Mrd.) hat Binance zu 95 % ersetzt.

Update, 19.45 Uhr: Binance hat am Sonntag, 1. November, zwischen 7 Uhr und 16.30 Uhr Schweizer Zeit Auszahlungen von 4,65 Mrd. Dollar (CHF 3,8 Mrd.) abgewickelt. Gleichzeitig flossen 1,01 Mrd. Dollar (CHF 833 Mio.) neu ein. Der Nettoabfluss von 3,64 Mrd. Dollar (CHF 3 Mrd.) entspricht laut Binance 2,1 % der verwalteten Vermögen von 171 Mrd. Dollar (CHF 141 Mrd.), gemessen am Reservenachweis vom 28. Oktober. Die Auszahlungen hätten sich im Tagesverlauf wie erwartet stabilisiert, die Einzahlungen seien weiter hoch, teilte die Börse mit. Ihr Bitcoin-Bestand sank laut dem Datendienst CoinGlass binnen 24 Stunden um rund 19 289 Bitcoin, während die Bestände bei Coinbase und Kraken leicht stiegen.

Neustart in Etappen

Die Auszahlungen laufen seit 7 Uhr schrittweise wieder an. Bis 13.36 Uhr waren alle 15 Netzwerke der ersten Phase freigegeben, darunter Bitcoin, Ethereum, Solana, BNB Smart Chain und das XRP Ledger. Laut der Statusseite der Börse waren am späten Nachmittag aber bei 531 von 552 gelisteten Coins Auszahlungen noch gesperrt, 14 weitere waren teilweise freigegeben. Weitere Netzwerke wie Cardano, Chainlink oder Litecoin werden noch getestet. Den Anteil der ersetzten Werte beziffert Binance auf rund 95 %, nach 80 % und 90 % in früheren Mitteilungen. Der Börsentoken BNB notierte am Abend bei rund 709 Dollar (CHF 585), gut 6 % unter dem Stand vor dem Angriff. Einen neuen Reservenachweis (Proof of Reserves) auf Basis vom 31. Oktober will Binance Anfang Woche vorlegen. Die Angaben zum Termin schwanken zwischen dem 2. und dem 3. November.

FBI: Nordkorea steckt dahinter

Das FBI hatte am Samstag den Angriff vom Donnerstag, 29. Oktober, der Gruppe «TraderTraitor» zugeschrieben, einer staatlich gesteuerten Hackereinheit Nordkoreas. Die Täter hatten rund 6,3 Mrd. Dollar (CHF 5,2 Mrd.) aus den Hot Wallets abgezogen, also aus den mit dem Internet verbundenen Konten der Börse. Laut Binance gelang der Einbruch über den kompromittierten Laptop eines Mitarbeiters. Rund 3 Mrd. Dollar (CHF 2,5 Mrd.) wurden mit Hilfe von Partnern eingefroren. Laut FBI dürften die Täter die Beute über dezentrale Finanzplattformen weiter verschleiern. Pjöngjang bestreitet solche Vorwürfe in der Regel.

Für die Deckung hat Binance rund 6,34 Mrd. Dollar (CHF 5,2 Mrd.) aus eigenen Mitteln bereitgestellt. Das Geld stammt aus dem Kundenschutzfonds Safu, einem Teil des Versicherungsfonds für Terminkontrakte und der Firmenkasse. Co-Chef Richard Teng versicherte, die Nutzer würden die finanziellen Folgen des Vorfalls nicht tragen.

Quellen

  1. Binance sees $3.64 billion in net outflows after reopening withdrawals following record hack (01.11.2026) – The Block
  2. Binance Withdrawals Hit $4.65B as Net Outflows Reach $3.64B After Hack (01.11.2026) – Blockonomi
  3. Kryptobörse Binance nimmt nach Milliarden-Raub Auszahlungen wieder auf (01.11.2026) – cash.ch / Reuters
  4. FBI blames North Korea for stolen billions from Binance in biggest hack in history (31.10.2026) – AP / Boston 25 News
  5. Nach Hackerangriff – Binance ersetzt 90 Prozent der gestohlenen Werte (31.10.2026) – SRF

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.