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Ferrari erhöht die Prognose erneut: Weniger Autos, aber 12 % mehr Betriebsgewinn dank F80 und Sonderwünschen

3. November 2026, 13:24 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Ferrari hat im dritten Quartal weniger Autos ausgeliefert und trotzdem mehr verdient. Der Konzern hebt seine Jahresziele zum zweiten Mal an, doch die neuen Werte liegen nur etwa auf dem Niveau der Analystenschätzungen. Die Aktie reagierte zunächst mit Verlusten.

Ferrari lieferte von Juli bis September 3368 Autos aus, 33 weniger als ein Jahr zuvor. Der Nettoumsatz stieg dennoch um 7 % auf 1,9 Mrd. Euro (CHF 1,74 Mrd.), währungsbereinigt um 10 %. Der operative Gewinn vor Abschreibungen (Ebitda) wuchs um 12 % auf 753 Mio. Euro (CHF 690 Mio.), die Marge lag bei 39,7 %. Analysten hatten laut Investing.com im Schnitt 739,2 Mio. Euro (CHF 677 Mio.) erwartet. Unter dem Strich blieben 431 Mio. Euro (CHF 395 Mio.), 13 % mehr als im Vorjahr.

Getragen wurde das Ergebnis vom teureren Modellmix, vor allem vom Supersportwagen F80, und von den Personalisierungen, also den Sonderausstattungen nach Kundenwunsch. Der Barmittelzufluss im Industriegeschäft stieg um 43 % auf 567 Mio. Euro (CHF 520 Mio.). Nach Regionen zeigt sich ein Bruch: In Festlandchina, Hongkong und Taiwan sanken die Auslieferungen um 105 auf 143 Autos, in Europa, dem Nahen Osten und Afrika stiegen sie um 38 auf 1487.

Neue Ziele liegen nahe am Konsens

Für 2026 erwartet Ferrari nun rund 7,65 Mrd. Euro (CHF 7,01 Mrd.) Umsatz statt rund 7,60 Mrd. Euro (CHF 6,97 Mrd.). Das bereinigte Ebitda soll mindestens 3 Mrd. Euro (CHF 2,75 Mrd.) erreichen, bisher waren es 2,97 Mrd. Euro (CHF 2,72 Mrd.). Beim bereinigten Gewinn je Aktie stellt der Konzern mindestens 9,85 Euro (CHF 9,03) in Aussicht, nach zuvor 9,68 Euro (CHF 8,87). Das liegt laut Investing.com knapp unter dem Konsens von 9,86 Euro (CHF 9,04).

Die Aktie fiel nach der Publikation um mehr als 3 %, erholte sich aber: Am Mittag notierte sie in Mailand bei rund 358 Euro (CHF 328) und damit leicht im Plus. Die Prognose berücksichtigt nach Angaben von Ferrari die aktuelle Einschätzung der Krise im Nahen Osten.

Auftragsbuch reicht bis 2028

Konzernchef Benedetto Vigna verwies auf ein Auftragsbuch bis 2028 und zwei weitere Modellpremieren in diesem Jahr. Die Kunden wollten jeden Ferrari zu ihrem ganz eigenen machen, sagte er. Die Anhebung begründet der Konzern mit stärkeren Personalisierungen, geringerem Währungsgegenwind nach Absicherungen und dem zweiten Platz in der Formel-1-Konstrukteurswertung.

Quellen

  1. Strong mix and personalizations sustain Q3 growth and further 2026 guidance upgrade (03.11.2026) – Ferrari / GlobeNewswire
  2. Ferrari slips as 2026 guidance upgrade meets estimates; Q3 profit beats (03.11.2026) – Investing.com
  3. Geschäftszahlen: Ferrari übertrifft die Erwartungen (03.11.2026) – Handelsblatt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.