Devisen

Franken legt vor den Midterms zu: Dollar fällt auf 0,82 Franken, Euro so tief wie seit Juli nicht

2. November 2026, 13:38 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der Franken startet stark in die Wahlwoche. Der Dollar kostet am Montag nur noch rund 0,82 Franken, der Euro rutscht auf etwa 0,92 Franken. Dahinter stehen der sinkende Ölpreis und die Vorsicht vor den US-Zwischenwahlen.

Am frühen Nachmittag des 2. November notierte der Dollar laut Yahoo Finance bei rund 0,819 Franken, gut ein halbes Prozent tiefer als am Freitag. So tief lag er zuletzt Mitte September. Mitte Oktober hatte die US-Währung laut der Nachrichtenagentur AWP noch knapp 0,84 Franken gekostet.

Auch der Euro gab nach. Mit rund 0,919 Franken lag er so tief wie zuletzt Anfang Juli, wie die Yahoo-Daten zeigen. Zum Dollar legte er dagegen zu und stieg auf etwa 1,12 Dollar je Euro. Der Franken gewinnt damit gegenüber beiden Hauptwährungen, wobei die Bewegung zum Dollar deutlich grösser ist.

Ölpreis und Wahlen drücken den Dollar

Brent verbilligte sich am Montag zeitweise um fast 4 % auf rund 109 Dollar (CHF 89). Grund sind laut Dow Jones die Fortschritte in den Gesprächen der USA mit dem Iran. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag bei 4,91 %, einen Basispunkt tiefer als zuvor.

Hinzu kommen die Zwischenwahlen vom 3. November. Belastbare Resultate werden am Mittwochmorgen Schweizer Zeit erwartet. Der Stratege Steve Englander geht laut Dow Jones davon aus, dass Dollar und Renditen steigen dürften, falls die Republikaner beide Kammern halten. Ein klarer Sieg der Demokraten könnte den Dollar dagegen schwächen. Am zufriedensten wären die Märkte aus seiner Sicht mit einer Blockade zwischen den Lagern.

Was die Nationalbank im Blick hat

Für die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist der Kurs doppelt wichtig. Ein starker Franken verbilligt Importe und dämpft so die Teuerung, belastet aber die Exportindustrie. Bei ihrer Lagebeurteilung vom 24. September liess die SNB den Leitzins bei 0 %, wo er seit Juni 2025 steht. Am Devisenmarkt will sie weiterhin «bei Bedarf» aktiv werden. Im Juni hatte sie noch von erhöhter Bereitschaft gesprochen.

Die Teuerung lag im August bei 0,8 %, vor allem wegen höherer Energiepreise. Sinkende Ölpreise und ein stärkerer Franken wirken beide in die Gegenrichtung. Wie lange die Bewegung anhält, hängt nun stark vom Wahlausgang und von den Gesprächen mit dem Iran ab.

Der Abstand zu den Extremen des Jahres bleibt gross: Ende Januar kostete der Dollar laut Yahoo-Daten nur rund 0,76 Franken, der Euro lag im März mit rund 0,90 Franken am tiefsten.

Quellen

  1. Devisen: US-Dollar legt den Rückwärtsgang ein (02.11.2026) – finanzen.ch / AWP
  2. MÄRKTE EUROPA/Leichtes Plus dank Ölpreis - Alstom-Aktie mit Kurseinbruch (02.11.2026) – finanzen.ch / Dow Jones
  3. SNB-Entscheid: Leitzinsen bleiben in der Schweiz bei 0 Prozent (24.09.2026) – cash.ch
  4. USD/CHF, Kursdaten (02.11.2026) – Yahoo Finance

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.