Devisen

Franken legt in der Wahlwoche zu: Dollar verliert rund 1 %, Euro fällt auf 0,9156 Franken

7. November 2026, 08:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der Ausverkauf bei Tech-Aktien nach den US-Zwischenwahlen hat den Franken als sicheren Hafen gestärkt. Der Dollar verlor in der Woche rund 1 % zum Franken, der Euro gut 0,5 %. Gebremst wird die Bewegung von der Aussicht auf eine Zinserhöhung der Fed.

Am Freitag kostete ein Dollar laut Daten von Yahoo Finance rund 0,8154 Franken, eine Woche zuvor waren es noch 0,8236 Franken. Das entspricht einem Minus von rund 1 %. Der Euro fiel im gleichen Zeitraum von 0,9209 auf 0,9156 Franken, also um rund 0,6 %. Auch das britische Pfund gab trotz der Zinserhöhung der Bank of England um rund 0,4 % auf 1,0972 Franken nach. In der Wahlnacht notierte der Dollar laut dem Finanzportal investrends.ch zeitweise sogar bei 0,8133 Franken.

Flucht aus Risikoanlagen

Ausgelöst wurde die Bewegung durch den Sieg der Demokraten in beiden Kammern des Kongresses und den folgenden Einbruch bei Technologiewerten. Am Donnerstag verlor der Nasdaq Composite laut investrends.ch 5,52 %, der Halbleiterindex SOX sogar 12,25 %. Anleger befürchten eine strengere Aufsicht über den Ausbau von KI-Rechenzentren. Viele suchten daher Schutz in als sicher geltenden Anlagen wie dem Franken und US-Staatsanleihen. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries fiel am Donnerstag auf 4,84 %.

Carol Kong, Devisenstrategin der Commonwealth Bank of Australia, hält einen weiteren Rückgang des Dollars für möglich, weil ein Durchmarsch der Demokraten die Staatsausgaben begrenzen könnte. Die Commerzbank weist laut investrends.ch auf einen anderen Mechanismus hin: Ein langsamerer KI-Ausbau würde die Kapitalzuflüsse in US-Aktien bremsen, die den Dollar bisher gestützt haben. Schon vor der Wahl hatte Commerzbank-Analyst Norman Liebke laut dem Broker TMGM gewarnt, ein Verlust beider Kammern durch die Republikaner könne den Dollar zusätzlich belasten.

Fed und SNB ziehen in verschiedene Richtungen

Gegen eine stärkere Dollar-Schwäche spricht die US-Geldpolitik. Laut dem FedWatch-Instrument der Börse CME rechneten die Märkte zuletzt mit gut 81 % Wahrscheinlichkeit mit einer Zinserhöhung der Fed im Dezember. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält ihren Leitzins dagegen bei null Prozent. Damit wächst der Zinsvorteil des Dollars.

Für die SNB hat der starke Franken zwei Seiten. Er verbilligt Importe, vor allem Energie, und dämpft so die Teuerung, die laut investrends.ch im Oktober auf 1,5 % gestiegen ist. Das nimmt Druck von einer Zinserhöhung. Gleichzeitig verteuert er Schweizer Produkte im Ausland. Santosh Brivio, Leiter Economic Research der Migros Bank, wird von investrends.ch mit der Einschätzung zitiert, der Franken werde stärker, das Zollrisiko bleibe.

Quellen

  1. Der Franken ist der Gewinner der US-Midterms (06.11.2026) – investrends.ch
  2. Swiss Franc strengthens as inflation data loom (03.11.2026) – TMGM
  3. USD/CHF und EUR/CHF, Tagesschlusskurse (06.11.2026) – Yahoo Finance

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.