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Fresenius sichert sich bei WuXi Biologics bis zu 37 Biosimilars: Auch Sandoz und Roche sind betroffen

2. November 2026, 12:29 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Fresenius will die Zahl seiner Biosimilar-Projekte mehr als verdoppeln. Der Konzern erhält von der chinesischen WuXi Biologics exklusive Optionen auf bis zu 37 Kandidaten. Darunter ist ein Nachbau eines Roche-Medikaments, an dem auch Sandoz arbeitet.

Der deutsche Gesundheitskonzern Fresenius hat am 2. November eine exklusive Entwicklungsvereinbarung mit dem chinesischen Auftragsentwickler WuXi Biologics bekannt gegeben. Sie gibt Fresenius über das nächste Jahrzehnt Optionen auf bis zu 37 Biosimilars. So heissen Nachbauten von biotechnologisch hergestellten Medikamenten, deren Patentschutz ausläuft.

Das Portfolio aus vermarkteten und entwickelten Molekülen könnte damit von 29 auf bis zu 66 wachsen. Laut Fresenius handelt es sich um die bisher grösste Entwicklungsvereinbarung der Biosimilar-Branche. Die Originalpräparate kommen gemäss Mitteilung auf über 370 Mrd. Euro (CHF 340 Mrd.) Umsatz, gerechnet zu Listenpreisen. Dieser Wert beschreibt den Markt der Originale, nicht den möglichen Umsatz von Fresenius.

Bezahlt wird pro Projekt

Finanziell ist das Geschäft stufenweise angelegt. WuXi Biologics wird pro ausgewähltem Kandidaten nach Aufwand entschädigt, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung steigen also nur mit den tatsächlich gestarteten Programmen. Einen Gesamtbetrag nennen die Firmen nicht. Fresenius behält die weltweiten Vermarktungsrechte samt Zulassungen und die gesamten Erträge. Bezahlt wird aus dem operativen Cashflow, neue Finanzierung ist nicht nötig.

Konzernchef Michael Sen sagte laut Mitteilung sinngemäss, man setze verstärkt auf das Biopharma-Geschäft und habe nun einen disziplinierten Weg, das Portfolio potenziell zu verdreifachen. Die Prognose für 2026 bleibt unverändert. Das Ziel für 2030, den Biopharma-Umsatz gegenüber 2025 etwa zu verdoppeln bei rund 20 % EBIT-Marge, gilt ebenfalls. Die Vereinbarung komme aber obendrauf, Fresenius wolle die langfristigen Ziele deutlich anheben. Die Aktie notierte am Montagmittag mit rund 48,80 Euro (CHF 44,90) gut 2 % im Plus.

Berührungspunkte mit Schweizer Konzernen

Für Schweizer Anleger ist die Liste der ersten Projekte interessant. Fresenius nennt Polatuzumab Vedotin, das unter dem Namen Polivy von Roche gegen eine Form von Lymphdrüsenkrebs vermarktet wird, und Teprotumumab (Tepezza) gegen eine Schilddrüsen-Augenerkrankung.

Polatuzumab Vedotin steht auch in der Pipeline von Sandoz. Der Basler Generika- und Biosimilar-Hersteller hat das Projekt im ersten Halbjahr 2026 neu aufgenommen und zählt nun 36 Biosimilar-Projekte. Biosimilars brachten Sandoz in dieser Zeit 1,9 Mrd. Dollar (CHF 1,6 Mrd.) ein, was einem Rekordanteil von 33 % am Umsatz entspricht. Das Wachstum lag bei 20 % zu konstanten Wechselkursen. Am Montag lag die Sandoz-Aktie gegen Mittag kaum verändert bei rund 82,60 Franken.

Ob und wann Produkte auf den Markt kommen, ist offen. Fresenius weist selbst darauf hin, dass dies von künftigen Optionsausübungen abhängt und es keine Garantie für Markteinführungen gibt.

Quellen

  1. Fresenius and WuXi Biologics enter exclusive development agreement to expand biosimilars pipeline (02.11.2026) – PR Newswire / Fresenius
  2. Fresenius signs biosimilars pipeline agreement with WuXi Biologics (02.11.2026) – Reuters via 93.3 The Drive
  3. Fresenius Signs WuXi Biologics Agreement to Access Up to 37 Biosimilar Candidates (02.11.2026) – PharmaSource
  4. Sandoz delivers strong H1 2026 results, with outstanding biosimilar growth in the second quarter (2026) – EQS / Börsennews
  5. Roche snags coveted Polivy win in newly diagnosed lymphoma (09.08.2021) – Fierce Pharma

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.