Schweiz

Geberit wächst in neun Monaten um 5,7 %, doch die Materialkosten fressen einen Teil des Fortschritts

3. November 2026, 08:25 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der Sanitärtechnikkonzern hat bis Ende September 2,54 Mrd. Franken umgesetzt und damit die Analysten knapp übertroffen. Das dritte Quartal fiel etwas schwächer aus als das zweite, die Prognose für 2026 bleibt unverändert.

Geberit hat am 3. November die Zahlen für die ersten neun Monate 2026 vorgelegt. Der Nettoumsatz stieg um 3,6 % auf 2535 Mio. Franken. Ohne die Belastung durch den starken Franken, die der Konzern auf 52 Mio. Franken beziffert, betrug das Plus 5,7 %. Die von AWP befragten Analysten hatten mit 2,53 Mrd. Franken gerechnet.

Gewachsen ist Geberit vor allem über höhere Mengen und Preise. Das Unternehmen verweist auf ein besseres Marktumfeld in Europa und auf eine starke Nachfrage in den meisten Regionen und allen drei Produktbereichen. Das Tempo liess zuletzt allerdings etwas nach: Im dritten Quartal lag das Wachstum in Lokalwährungen bei 5,2 %, im zweiten Quartal waren es organisch noch 6,6 %.

Marge hält, aber die Kosten steigen

Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen (EBITDA) legte um 3,3 % auf 778 Mio. Franken zu und wuchs damit etwas langsamer als der Umsatz. Die Analysten hatten 779 Mio. Franken erwartet. Die EBITDA-Marge sank um rund 10 Basispunkte auf 30,7 %. Basispunkte sind Hundertstel eines Prozentpunkts, die Veränderung ist also klein.

Hinter dem stabilen Wert stehen gegenläufige Kräfte. Mengenwachstum, höhere Verkaufspreise und der Wegfall von Einmalkosten aus dem Vorjahr stützten die Marge. Dagegen standen stark gestiegene Materialkosten, höhere Energie- und Frachtkosten, Lohnerhöhungen sowie geplante Mehrausgaben für Marketing, Informatik und Digitalisierung.

Der Reingewinn wuchs mit 7,1 % auf 529 Mio. Franken deutlich stärker als das operative Ergebnis. Der Gewinn je Aktie erhöhte sich um 8,1 % auf 16.23 Franken, währungsbereinigt um 9,6 %.

Prognose bleibt, breite Erholung noch nicht in Sicht

Für das Gesamtjahr bestätigt Geberit das Ziel von 5 bis 6 % Umsatzwachstum in Lokalwährungen und eine EBITDA-Marge etwa auf dem Vorjahresniveau von 29,4 %. Für Europa rechnet der Konzern 2026 mit leichtem Marktwachstum, eine breite Erholung erwartet er jedoch noch nicht.

Die Aktie hatte vor den Zahlen zugelegt: Am Montag schloss sie 2,5 % höher bei 589 Franken.

Quellen

  1. Continued strong sales growth (03.11.2026) – Geberit AG / Finanzwire
  2. Geberit steigert Verkäufe und Gewinn in ersten neun Monaten - Ausblick unverändert (03.11.2026) – cash.ch / AWP
  3. Geberit maintains 2026 outlook as nine-month sales edge above estimates (03.11.2026) – Investing.com

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.