Gold springt um 2,1 % auf rund 3955 Dollar (CHF 3240): Der Ölsturz dämpft die Zinsangst
Gold hat sich am Montag vom tiefsten Stand seit einem Jahr erholt und den stärksten Tagesgewinn seit zwei Monaten verbucht. Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs liessen den Ölpreis einbrechen. Silber legte sogar um 3,7 % zu.
Nach dem Einbruch vom Freitag ist Gold zum Wochenstart zurück. Der Spotpreis stieg am Montag um 2,1 % auf rund 3955 Dollar (CHF 3240) je Unze. Laut Bloomberg war es der grösste Tagessprung seit zwei Monaten. Im frühen Asien-Handel vom Dienstag hielt sich der Preis auf diesem Niveau.
Am Freitag war das Edelmetall noch um 3,6 % auf rund 3876 Dollar (CHF 3175) gefallen, den tiefsten Stand seit Oktober 2025. Analysten nannten damals Nachschussforderungen als Grund: Anleger mussten nach dem Ausverkauf bei Technologie- und KI-Aktien Sicherheiten stellen und verkauften dafür auch Gold. Den Oktober bezeichnet das Fachportal Kitco als schwächsten Goldmonat seit 2008.
Warum tieferes Öl dem Gold hilft
Auslöser der Erholung war der Ölmarkt. Die Ölpreise fielen am Montag um mehr als 6 %, nachdem Iran und Katar den dritten Tag in Folge über ein Kriegsende verhandelt hatten. Billigeres Öl dämpft die Inflationssorgen und damit die Erwartung weiterer US-Zinserhöhungen. Das nützt Gold, weil es selbst keine Zinsen abwirft.
Die Verschiebung ist bisher allerdings klein. Laut dem FedWatch-Instrument der CME liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember bei 77 %, nach 80 % eine Woche zuvor. Der US-Leitzins steht bei 3,75 bis 4,00 %. Peter Grant, Metallstratege bei Zaner Metals, sagte gegenüber Reuters sinngemäss, der Ölrückgang entlaste bei den Inflationssorgen.
Auch die anderen Edelmetalle zogen an. Silber stieg um 3,7 % auf 50,91 Dollar (CHF 41,70), nachdem es am Freitag erstmals seit Ende November 2025 unter 50 Dollar (CHF 41) gefallen war. Platin legte um 1,9 % auf rund 1458 Dollar (CHF 1190) zu, Palladium blieb bei rund 976 Dollar (CHF 800) stabil.
Midterms und Arbeitsmarktbericht im Blick
Die US-Zwischenwahlen vom Dienstag dürften die Haushaltspolitik laut Carsten Menke von Julius Bär nicht wesentlich ändern. Die Defizite blieben unabhängig vom Ausgang bestehen, was Gold längerfristig stützen könne. Kurzfristig wichtiger dürfte der US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag um 14.30 Uhr Schweizer Zeit sein. Erwartet werden laut FinanceFeeds rund 68 000 neue Stellen nach 29 000 im September.
Die Prognosen gehen weit auseinander. UBS-Analyst Giovanni Staunovo erwartet im nächsten Jahr weiterhin 5000 Dollar (CHF 4100) oder mehr. Marc Chandler von Bannockburn hält dagegen einen Rückgang auf 3750 bis 3850 Dollar (CHF 3070 bis 3150) für möglich, Daniel Pavilonis von StoneX sogar auf 3000 Dollar (CHF 2460).
Quellen
- Gold rises over 2% from one-year low on softer oil prices; US midterms in focus (02.11.2026) – Reuters via Business Recorder
- Gold, silver rebound as Iran diplomacy sends oil lower, easing Fed tightening concerns (02.11.2026) – Kitco
- Gold Price Today $3,906: Rebound Off One-Year Low (02.11.2026) – FinanceFeeds
- Gold Holds Biggest Jump in Two Months on Iran Peace-Deal Hopes (03.11.2026) – Bloomberg
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.