Google investiert 15 Mrd. Dollar (CHF 12,3 Mrd.) in Malaysia: Neue Rechenzentren ab 2027
Google will in den Jahren 2027 und 2028 weitere 15 Mrd. Dollar (CHF 12,3 Mrd.) in Malaysia investieren, vor allem in Rechenzentren. Das Land ist der am schnellsten wachsende Standort Südostasiens. Fragen zu Strom und Wasser bleiben ein Thema.
Ruth Porat, Präsidentin und Anlagechefin von Alphabet und Google, stellte das Vorhaben am 4. November an der Universiti Malaya in Kuala Lumpur vor, an der Seite von Premierminister Anwar Ibrahim. Die 15 Mrd. Dollar (CHF 12,3 Mrd.) kommen zu den 2 Mrd. Dollar (CHF 1,6 Mrd.) hinzu, die Google im Mai 2024 zugesagt hatte. Es ist also rund das Siebeneinhalbfache der damaligen Summe.
Gebaut wird in den Bundesstaaten Selangor und Negeri Sembilan. Der bestehende Campus im Elmina Business Park wird erweitert, dazu sind neue Standorte geplant. Die Rechenzentren sollen lokale Anwendungen der künstlichen Intelligenz, Google-Dienste und das Cloud-Geschäft für Firmenkunden tragen.
Was Google dem Land verspricht
In der Bauphase rechnet Google im Jahresschnitt mit einem Beitrag von 1,1 Mrd. Dollar (CHF 900 Mio.) zum Bruttoinlandprodukt und über 37 000 Arbeitsplätzen pro Jahr, davon rund 6000 direkt auf dem Bau. Das Arbeitseinkommen soll jährlich 378 Mio. Dollar (CHF 309 Mio.) betragen. Im späteren Betrieb nennt der Konzern über 9000 lokale Stellen, mit Löhnen 45 % über dem Median des Landes. Über 80 malaysische Firmen seien in die Lieferkette eingebunden. Alle diese Zahlen stammen von Google selbst.
Malaysia steht bei den Rechenzentren in der Region an der Spitze. Laut dem Marktforscher DC Byte entfällt mehr als die Hälfte der in Südostasien im Bau befindlichen Kapazität auf das Land. Der Internationale Währungsfonds erwartet für 2026 ein Wachstum von 5,2 %, das teils von diesen Projekten getrieben wird.
Strom und Wasser als Engpass
Die Kehrseite ist der Ressourcenbedarf. Der Vize-Premierminister rechnet laut dem Sender eNCA damit, dass Rechenzentren bis 2035 ein Drittel des malaysischen Energieverbrauchs ausmachen. Die Regierung will Projekte nur noch genehmigen, wenn Strom und Wasser ausreichen.
Google reagiert darauf mit Zusagen. Zusammen mit dem Versorger Tenaga Nasional sollen über 1 Gigawatt saubere Energie ins Netz kommen, ohne staatliche Subventionen. Für gemeinsame Wasserinfrastruktur in Negeri Sembilan nennt TNGlobal 160 Mio. Dollar (CHF 131 Mio.). Laut Malay Mail sind dort ein Speicher und eine Aufbereitungsanlage für täglich 65 Mio. Liter geplant. Auf Umweltbedenken angesprochen, sagte Anwar laut Malay Mail sinngemäss, Google habe die Auflagen akzeptiert.
Quellen
- Google commits additional US$15b to Malaysia data centre expansion over two years (04.11.2026) – Malay Mail
- Google announces digital infrastructure expansion, local jobs, water replenishment & clean energy initiatives with $15B Malaysia investment (04.11.2026) – TNGlobal
- Google unveils $15 bn data centre investment in Malaysia (04.11.2026) – eNCA
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.