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HSBC steigert Quartalsgewinn um 32 % auf 9,6 Mrd. Dollar und kauft erneut für 1 Mrd. Dollar Aktien zurück

27. Oktober 2026, 05:22 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Die britisch-asiatische Grossbank HSBC hat im dritten Quartal 9,6 Mrd. Dollar vor Steuern verdient, knapp weniger als von Analysten erwartet. Gleichzeitig kündigt sie einen weiteren Aktienrückkauf über bis zu 1 Mrd. Dollar an und bestätigt ihre Ziele.

HSBC hat am Dienstag, 27. Oktober, um 5 Uhr Schweizer Zeit ihre Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht. Der Gewinn vor Steuern stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,3 Mrd. auf 9,6 Mrd. Dollar, umgerechnet rund 7,9 Mrd. Franken. Das entspricht einem Plus von 32 %. Analysten hatten im Durchschnitt mit 9,7 Mrd. Dollar gerechnet, wie die Hongkonger Zeitung The Standard berichtet. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg wertete das Ergebnis deshalb als leicht enttäuschend.

Der Sprung ist zu einem grossen Teil ein Basiseffekt. Im Vorjahresquartal hatte HSBC Rückstellungen für Rechtsfälle von 1,4 Mrd. Dollar verbucht, die nun wegfielen. Ohne solche Sondereffekte und zu konstanten Wechselkursen stieg der Vorsteuergewinn um 0,9 Mrd. auf 10,0 Mrd. Dollar.

Zinsgeschäft wächst, Erträge knapp unter Erwartung

Die Erträge legten um 0,8 Mrd. auf 18,6 Mrd. Dollar zu. Die Analysten hatten laut The Standard rund 18,9 Mrd. Dollar erwartet. Wichtigster Treiber war der Zinsüberschuss im Bankgeschäft, also die Differenz zwischen Zinseinnahmen aus Krediten und Zinskosten für Einlagen. Er stieg um 0,6 Mrd. auf 11,7 Mrd. Dollar. Die Bank profitierte von höheren Kundeneinlagen, vor allem in Hongkong, und von der Wiederanlage ihrer Absicherungsgeschäfte zu höheren Zinsen. Auch die Vermögensverwaltung und die Privatbank brachten mehr Gebühren ein.

Die Rückstellungen für Kreditausfälle sanken um 17 % auf 0,8 Mrd. Dollar. Die Kosten gingen dank des Wegfalls der Rechtsrückstellungen um 12 % auf 8,8 Mrd. Dollar zurück. Die Eigenkapitalrendite auf das materielle Eigenkapital erreichte annualisiert 17,7 %.

Rückkauf grösser als von Goldman erwartet

Für Aktionäre ist die Kapitalrückgabe zentral. Ende September hatte HSBC einen ersten Rückkauf über 1 Mrd. Dollar abgeschlossen. Nun will die Bank erneut Aktien für bis zu 1 Mrd. Dollar zurückkaufen, bis zur Vorlage der Jahreszahlen 2026. Goldman Sachs hatte im Vorfeld nur mit 500 Mio. Dollar gerechnet, weil steigende Zinsen den Wert von Anleihen in der Bilanz drücken. Tatsächlich sank die harte Kernkapitalquote (CET1) um 0,2 Prozentpunkte auf 13,9 %. Dazu kommt eine Zwischendividende von 10 US-Cent je Aktie.

Konzernchef Georges Elhedery erklärte laut Mitteilung sinngemäss, Kunden wendeten sich in einer komplexeren Welt an HSBC, um Unsicherheit zu bewältigen. Die Bank bestätigte ihre Ziele: eine Eigenkapitalrendite von mindestens 17 % für 2026 bis 2028 und einen Zinsüberschuss im Bankgeschäft von mindestens 46 Mrd. Dollar im laufenden Jahr. Die Zahlen kamen während der Mittagspause in Hongkong, wo die Aktie am Vormittag 0,6 % höher bei 143,10 Hongkong-Dollar notierte. Der Handel in London beginnt um 9 Uhr Schweizer Zeit.

Quellen

  1. HSBC Holdings plc Earnings Release 3Q26 (27.10.2026) – HSBC
  2. HSBC's third-quarter profit jumps 32 percent, in line with estimates (27.10.2026) – The Standard
  3. HSBC Q3 profit forecast to rise 33 percent, net interest income and buyback in focus (25.10.2026) – The Standard
  4. HSBC Announces $1 Billion Buyback After Profit Growth Misses (27.10.2026) – Bloomberg

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.