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Indien eröffnet am Sonntag das Börsenjahr 2083: Muhurat-Handel nach dem schwächsten Jahr seit 2011

7. November 2026, 06:24 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Zum Lichterfest Diwali öffnen die indischen Börsen am Sonntag, 8. November, für eine Stunde. Die Sondersitzung eröffnet das neue Jahr, nachdem Sensex und Nifty so schlecht abgeschnitten haben wie seit 2011 nicht mehr. Erst eine späte Erholung hat das Minus begrenzt.

Die National Stock Exchange (NSE) und die Bombay Stock Exchange (BSE) halten am Sonntag das traditionelle Muhurat Trading ab. Muhurat bedeutet so viel wie glückverheissender Zeitpunkt: Mit der Sitzung beginnt das neue Jahr des hinduistischen Samvat-Kalenders, diesmal Samvat 2083. Gehandelt wird von 14.20 bis 15.30 Uhr Ortszeit, also von 9.50 bis 11.00 Uhr Schweizer Zeit. Die Voreröffnung läuft ab 9.35 Uhr. Erstmals gibt es zum Schluss eine Schlussauktion, und alle Geschäfte werden normal abgewickelt. Die BSE pflegt den Brauch seit 1957, die NSE seit 1992.

Meist ein kleines Plus

Die Sitzung gilt vielen indischen Anlegern als symbolischer Kauftermin. Laut einer Auswertung von Business Standard schlossen Sensex und Nifty 50 in acht der zehn Muhurat-Sitzungen von 2016 bis 2025 im Plus. Im Schnitt gewann der Sensex 0,34 %, der Nifty 0,31 %. Das beste Ergebnis gab es 2022 mit je 0,88 %, das schwächste 2017 mit einem Minus von rund 0,6 %. Einen Monat später lag der Sensex in acht von zehn Fällen höher, im Mittel um 1,69 %. Ein verlässliches Signal ist das nicht: 2021 folgte ein Monatsminus von über 5 %.

Ein Jahr mit Ölschock und Kapitalflucht

Samvat 2082 endet für die Leitindizes mit einem Verlust. Der Sensex gab laut Business Standard rund 4 % nach, der Nifty 50 rund 3,1 %. Das ist die schwächste Bilanz seit Samvat 2067, als der Sensex 17,4 % verlor. Ein Jahr zuvor hatten beide Indizes noch über 6 % zugelegt. Besser liefen Nebenwerte: Der Nifty Midcap 100 stieg um 2,1 %, der Nifty Smallcap 100 um 4,2 %. Pharma-, Metall- und Kapitalmarkttitel gewannen 22 bis 25 %, Informatik, Tourismus, Zement und Konsumgüter verloren 7 bis 17 %.

Belastet haben der hohe Ölpreis, der Konflikt im Nahen Osten samt Störungen in der Strasse von Hormus, US-Zölle und der weltweite Sog in KI-Aktien. Ausländische Portfolioinvestoren verkauften bis Anfang November indische Aktien für 3,03 Billionen Rupien (CHF 26,5 Mrd.). Inländische Institutionelle kauften dagegen für 7,74 Billionen Rupien (CHF 67,6 Mrd.).

In der letzten Woche drehte die Stimmung. Sensex und Nifty legten rund 8,6 bis 8,8 % zu, der grösste Wochengewinn seit fast sechs Jahren. Als Gründe nennen Analysten den fallenden Ölpreis, die Hoffnung auf Entspannung zwischen den USA und Iran nach den US-Zwischenwahlen, Zweifel am KI-Boom und mögliche Steuererleichterungen auf langfristige Kapitalgewinne. Pankaj Pandey von ICICI Securities verweist darauf, dass ausländische Investoren zuletzt wieder Nettokäufer waren. Der Nifty sei mit rund dem 17-Fachen der Gewinne günstiger bewertet als im Zehnjahresschnitt. Anirudh Garg von INVasset PMS hält es für möglich, dass die Standardwerte einen Boden gefunden haben.

Quellen

  1. Muhurat Trading 2026: NSE, BSE announce Diwali timings; check full schedule (19.10.2026) – Business Today
  2. Muhurat trading: Sensex, Nifty end higher in 8 of 10 sessions; key details (05.11.2026) – Business Standard
  3. Samvat 2082: Sensex, Nifty set to post worst show in 15 years (04.11.2026) – Business Standard
  4. Weakest Samvat in 15 years ends on a high for mkts as Sensex, Nifty rally (06.11.2026) – Business Standard

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.