Technologie

Kioxia-Aktie bricht in Tokio um rund 13 % ein: Speicherchip-Hersteller erwartet kaum noch Wachstum

2. November 2026, 02:25 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der japanische Speicherchip-Hersteller Kioxia hat ein Rekordquartal hinter sich, doch der Ausblick enttäuscht. Am Montag verlor die Aktie in Tokio zeitweise rund 13 %, weil der Umsatz im laufenden Quartal kaum noch steigen soll.

Kioxia, einer der grössten Hersteller von NAND-Flash-Speichern, legte am 30. Oktober Zahlen für das Quartal Juli bis September vor. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorquartal um 40,3 % auf 2480 Mrd. Yen (CHF 13 Mrd.). Damit übertraf das Unternehmen in einem einzigen Quartal den Umsatz des gesamten Vorjahres von 2338 Mrd. Yen (CHF 12,2 Mrd.). Der bereinigte Betriebsgewinn erreichte knapp 2000 Mrd. Yen (CHF 10,4 Mrd.), eine Marge von rund 80 %. Getrieben wurde das von höheren Verkaufspreisen und der Nachfrage nach Speicher für KI-Rechenzentren.

Ausblick unter den Erwartungen

Für das Quartal Oktober bis Dezember rechnet Kioxia mit einem Umsatz von 2500 Mrd. Yen (CHF 13,1 Mrd.), nur 0,8 % mehr als im Vorquartal. Der Betriebsgewinn soll bei rund 2000 Mrd. Yen (CHF 10,5 Mrd.) stagnieren. Analysten hatten laut Phemex News mit rund 2350 Mrd. Yen (CHF 12,3 Mrd.) gerechnet. Die verkaufte Speichermenge soll in diesem Quartal etwa gleich bleiben, ein Teil verschiebt sich ins neue Jahr. Zudem belastet der stärkere Yen: Kioxia rechnet mit 157 Yen pro Dollar statt 161 im Vorquartal. Neue Aktienrückkäufe kündigte das Unternehmen nicht an.

Am Montag fiel die Aktie in Tokio bis zum Vormittag auf 11 745 Yen (CHF 61), nach 13 470 Yen (CHF 70) am Freitag. Das entspricht einem Minus von rund 13 %. Gleichzeitig legte der Chipausrüster Tokyo Electron zu, die Anleger unterscheiden also stärker zwischen einzelnen KI-Profiteuren. Schon am Freitag hatte der Ausverkauf bei US-Chipwerten die Stimmung gedrückt.

Rechenzentren stark, Smartphones und PC schwächer

Kioxia selbst bezeichnet die Nachfrage aus Rechenzentren und von Unternehmen als ausserordentlich stark. Sie gleiche die schwächere Nachfrage bei Smartphones und PC aus. Bei PC erwartet das Unternehmen bis 2027 einen Rückgang des Speicherbedarfs, weil höhere Bauteilkosten die Geräte verteuern. Die Produktionskapazität für 2027 sei bereits ausverkauft. Für den US-Partner Sandisk, der seine Flash-Wafer aus gemeinsamen Werken mit Kioxia bezieht, gilt der Kurssturz als Stimmungstest. Sandisk-Aktien hatten bereits am 30. Oktober 13,4 % verloren.

Quellen

  1. Kioxia Q2 FY2026 slides: record revenue tops full FY2025, stock falls (01.11.2026) – Investing.com
  2. Kioxia Q2 Operating Profit Hits ¥1.995 Trillion on AI Storage Demand; Q3 Guidance Misses Expectations (30.10.2026) – Phemex News
  3. Sandisk stock forecast: Kioxia's 11% Tokyo slide tests NAND growth (02.11.2026) – Techi

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.