Technologie

Update: Angriff auf Supermarkt-Kühlanlagen trifft sieben Länder, Danfoss-Technik ist betroffen

2. November 2026, 19:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Die Störung vom Montag ist deutlich grösser als zunächst bekannt: Neben Belgien und Schweden melden auch Irland, die Niederlande, Luxemburg, Estland und Finnland Ausfälle. Der dänische Hersteller Danfoss bestätigt, dass seine Produkte betroffen sind.

Update, 19.26 Uhr: Die Angriffe auf Kühl- und Tiefkühlanlagen in europäischen Supermärkten haben sich als länderübergreifender Vorfall erwiesen. Laut der Nachrichtenagentur dpa-AFX sind nun Belgien, Schweden, Irland, Luxemburg, Estland, Finnland und die Niederlande betroffen. In Belgien ermittelt die Staatsanwaltschaft.

In der Nacht auf den 2. November stiegen die Temperaturen in Kühlgeräten plötzlich an. Der belgische Kältedienstleister Sabcobel berichtet, die Anlagen seien aus der Ferne in den Abtaumodus versetzt worden. Sein Chef Stephan Moelans sagte der Agentur Belga, ab 1 Uhr nachts seien Techniker aufgeboten worden.

Wo die Läden betroffen sind

In Belgien meldet Delhaize rund 40 Läden, Carrefour 15 und Spar fünf. Auch ein Ikea-Standort in Mons ist betroffen, laut dem Unternehmen mit begrenzten Folgen. In Irland sind es laut dem Sender RTÉ 13 Supermärkte, die Kühl- und Tiefkühlware vorsorglich aus dem Verkauf nahmen. In den Niederlanden zählt Danfoss mindestens 17 kleinere Läden, in Finnland traf es wenige kleine Geschäfte.

In Schweden spricht ICA von einer begrenzten Zahl Läden, die schwedische Coop meldet sieben Filialen. Ein ICA-Laden nannte Temperaturen bis 50 Grad, Euronews berichtet für Belgien von bis zu 70 Grad. Solche Angaben sind einzelne Berichte und nicht einheitlich belegt.

Spur führt zu älterer Technik

Danfoss sagte dem dänischen Fernsehen, die Vorfälle beträfen auch eigene Produkte und man arbeite eng mit den Kunden zusammen. In Estland griffen die Täter laut dpa-AFX auf den Steuerrechner einer älteren Danfoss-Anlage zu, deren Software nicht aktualisiert war. Das passt zum Muster aus Frankreich: Dort nannte die Cybersicherheitsbehörde Mitte Oktober Fernsteuerungsmodule von Danfoss und Copeland, und beide Hersteller verwiesen auf alte Produkte ohne Sicherheitsupdates. Die Angaben zum Ausmass in Frankreich reichen von rund 150 bis rund 700 Läden. Ob dieselben Täter dahinterstehen, ist nicht belegt.

Erste Schadenzahlen, Aktie im Minus

Belgische Medien nennen laut Euronews bisher weggeworfene Lebensmittel im Wert von 100 000 Euro (CHF 92 000). Konzernweite Zahlen fehlen. Die Aktie von Ahold Delhaize schloss in Amsterdam bei 32,03 Euro (CHF 29,40), rund 2,2 % tiefer. Der Konzern hatte bereits im Oktober wegen eines separaten Sicherheitsproblems IT-Systeme abgeschaltet. Fälle aus der Schweiz werden in den ausgewerteten Berichten nicht genannt.

Quellen

  1. ROUNDUP: 50 Grad im Kühlschrank? Erneut Cyberangriffe auf Supermärkte (02.11.2026) – dpa-AFX via Ariva
  2. Cyberattacks hit supermarket fridges and freezers in Europe, Belgium launches investigation (02.11.2026) – Euronews
  3. 50 Grad im Kühlschrank: Erneut Cyberangriffe auf Supermärkte in Europa (02.11.2026) – cash.ch/AWP
  4. Suspected cyberattack hits fridges and freezers at dozens of Belgian supermarkets (02.11.2026) – The Brussels Times
  5. Cyberattacks hit European supermarket chains and disrupt refrigeration systems (29.10.2026) – AP via NewsChannel 9

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.