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Hacker heizen Kühlregale auf: USA warnen weltweit, in der Schweiz trifft es Volg und eine Metzgerei

6. November 2026, 10:25 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Die Angriffe auf Kühlanlagen sind zum internationalen Thema geworden. Das FBI und die US-Cyberbehörde warnen vor einer globalen Gefahr. In der Schweiz sind nun die ersten Fälle bestätigt, Volg meldet drei betroffene Filialen.

Das FBI, die US-Cyberbehörde CISA sowie die Ministerien für Gesundheit, Landwirtschaft und Verkehr haben am 5. November eine gemeinsame Warnung zu industriellen Kühlsystemen veröffentlicht. Bereits einen Tag zuvor hatten die EU-Kommission, die EU-Cyberagentur ENISA und Europol Alarm geschlagen. FBI-Cyberchef Brett Leatherman sagte laut Defense One, diese Systeme würden weltweit in mehreren Bereichen der kritischen Infrastruktur angegriffen.

Die Angreifer dringen über das Internet in die Steuerungen ein und lösen dauerhafte Heiz- oder Abtauzyklen aus. Die Behörden nennen als Folgen verdorbene Waren, beschädigte Anlagen, Brandgefahr und Risiken für Medikamente. Eine Tätergruppe nennen sie nicht.

Schweiz: Volg und Köniz betroffen

In der Schweiz wurde am 5. November der erste erfolgreiche Angriff öffentlich bekannt. Bei Lüthis Fleischwaren in Köniz (BE) stieg die Temperatur im Tiefkühler laut Inhaber auf 50 bis 70 Grad. Die Filiale bleibt laut Blick bis zum 20. November geschlossen. Volg meldet drei Filialen, an deren Kühlregalen Einstellungen verändert wurden. Das Unternehmen sagte, die Lage sei unter Kontrolle.

Coop registrierte Angriffsversuche, die laut eigenen Angaben erfolglos blieben. Migros und Aldi Suisse kennen nach eigenen Angaben keine erfolgreichen Angriffe.

Schäden bis über 130 000 Euro je Filiale

Die Welle begann in der Nacht auf den 12. Oktober in Frankreich. Laut Polizeiangaben waren dort bis zu 700 Supermärkte betroffen, darunter Intermarché, Coopérative U, Carrefour, Leclerc und Monoprix. Der Schaden je Filiale reichte von einigen zehntausend bis über 130 000 Euro (CHF 119 000). Anfang November folgten Schweden, Belgien, Luxemburg, später Deutschland, Italien, Grossbritannien und Rumänien. Laut Netzwoche sind fast ein Dutzend Länder betroffen, die Lebensmittelverluste gehen in die Millionen Euro. Ahold Delhaize bestätigte Probleme in Dutzenden Läden in Belgien und Luxemburg.

Im Fokus steht die Steuerung AK-SM 800A des dänischen Herstellers Danfoss. Laut Fachmedien nutzten die Täter dort dokumentierte Schwachstellen, für die längst Updates vorliegen. Danfoss betont, Kunden seit Langem zum Aktualisieren geraten zu haben. Für Vorfälle auf US-Militärbasen vermuten US-Beamte laut Medienberichten Hacker mit Iran-Verbindung, bestätigt ist das nicht.

Quellen

  1. Hackers are targeting refrigerators worldwide, US agencies warn (11.2026) – Defense One
  2. Cyberangriffe auf Kühlregale in der Schweiz: Auch Volg betroffen (05.11.2026) – Blick
  3. Update: Angriffe auf Kühlanlagen treffen weitere Supermärkte – auch Coop im Visier (02.11.2026, aktualisiert 05.11.2026) – Netzwoche
  4. Cyberangriffe auf Supermärkte: So steht es um Coop, Migros und Aldi in der Schweiz (03.11.2026) – Südostschweiz
  5. Feds warn grocers: Don't chill on cyber defenses as freezer hacking spree heats up (05.11.2026) – The Register
  6. Refrigeration Cyberattacks: FBI and CISA Issue Warning (11.2026) – IT-Connect

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.