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Angriff bei Hormus trifft Pakistans Gasversorgung: LNG-Tanker kehrt trotz iranischer Freigabe um

1. November 2026, 11:24 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Ein Flüssiggastanker mit Ladung aus Katar für Pakistan ist nahe der Strasse von Hormus von einem Geschoss getroffen worden. Laut Bloomberg hatte Iran die Durchfahrt wenige Stunden vorher genehmigt. Für Pakistan droht ein teurer Ersatzkauf.

Der unter der Flagge der Marshallinseln fahrende Tanker Al Mayeda wurde am Freitag, 30. Oktober, bei einem Angriff mit einem Projektil getroffen. Das meldete der indische Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal. Alle 25 Besatzungsmitglieder, darunter sechs Inder, sind laut seinen Angaben unverletzt. Die katarische Reederei Qatar Gas Transport Company (Nakilat) bestätigte am Sonntag den Treffer. Das Schiff sei weiterhin einsatzfähig, der Schaden werde noch geprüft.

Diplomatie schützte nicht

Brisant ist ein Bericht von Bloomberg vom 1. November. Demnach hatte Pakistan mit Iran eine sichere Passage für die Ladung ausgehandelt, und die iranischen Behörden gaben die Fahrt nur wenige Stunden vor dem Angriff frei. Wer hinter dem Angriff steckt, ist offen. Nach Daten zur Schiffsverfolgung drehte der Tanker danach Richtung Persischer Golf ab. Ob er die Reise nach Pakistan fortsetzt, ist unklar.

Pakistan hatte sich im vergangenen Monat mehrere katarische Ladungen auf diesem diplomatischen Weg gesichert. Frühere Schiffe erreichten den Golf von Oman ohne Zwischenfall. Das Land kämpft wegen des Konflikts in der Region mit Energieengpässen.

Weitere Schiffe getroffen

Der Vorfall reiht sich in eine Serie ein. Nach Angaben aus Indien wurden am 29. und 30. Oktober zwei weitere Tanker getroffen. Zudem wurde der Öltanker MT Louise 1 innerhalb der Meerenge durch Haftminen beschädigt. Laut der indischen Nachrichtenagentur ANI war das der erste bestätigte Einsatz solcher Sprengkörper gegen ein Schiff in diesem Gebiet seit Beginn des Kriegs zwischen den USA und Iran im Februar.

Teurer Ersatz am Spotmarkt

Kommt die Ladung nicht an, muss Pakistan laut Bloomberg Ersatz am Spotmarkt kaufen, also kurzfristig zum Tagespreis. Dort kostet Flüssigerdgas (LNG) mehr als das Dreifache des Vorkriegsniveaus. Im Oktober erreichten die LNG-Lieferungen durch die Strasse von Hormus nur rund 30 % der Mengen vor dem Krieg. Katar exportiert seit September wieder durch die Meerenge und setzt dafür auch ältere Schiffe ein, um die hohen Versicherungskosten zu senken. Die Ölsorte Brent notierte zuletzt bei rund 113 Dollar (CHF 93) je Fass.

Quellen

  1. Pakistan-bound LNG tanker attacked near Hormuz despite Iran clearance - Bloomberg (01.11.2026) – Investing.com / Bloomberg
  2. Entire crew, including six Indian seafarers, safe after Marshall Islands-flagged LNG carrier struck in Persian Gulf: Sonowal (31.10.2026) – The Tribune / ANI

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.