Technologie

Londons Bürgermeister Sadiq Khan will die Zahl der Robotaxis begrenzen

1. November 2026, 11:24 Uhr · 1 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Kurz bevor Grossbritannien fahrerlose Taxis in London zulassen will, fordert Bürgermeister Sadiq Khan eine Obergrenze. Er fürchtet Staus und Jobverluste. Für Waymo, Wayve, Uber, Lyft und Baidu steht einer der wichtigsten Märkte Europas auf dem Spiel.

Sadiq Khan hat am 1. November eine Begrenzung der Robotaxis auf Londons Strassen verlangt. Die britische Regierung bereitet sich darauf vor, vollständig fahrerlose Fahrzeuge in der Hauptstadt zuzulassen. Khan stellt laut The Guardian die Folgen für Luftqualität, Verkehr und Arbeitsplätze in Frage. Zu viele autonome Taxis könnten mehr Stau und weniger Jobs für Fahrer bedeuten.

Streit um die Zuständigkeit

Khan hält die geltenden Regeln für ungenügend. Die Verkehrsbehörde Transport for London (TfL) soll nicht nur entscheiden dürfen, ob Robotaxis fahren, sondern auch, wie sie betrieben werden. Der Konflikt mit der Regierung schwelt seit Monaten. Bereits im April berichtete das Fachportal TransportXtra, dass die Regierung ein beschleunigtes Bewilligungsverfahren für fahrerlose Taxis vorantreibt. TfL erklärte damals, kein heutiges autonomes Fahrzeug erfülle ihre strengen Lizenzanforderungen für zahlende Fahrgäste.

Fünf Konzerne im Rennen

Auslöser der neuen Forderung sind Tests des Fahrdienstes Freenow, der zu Lyft gehört. Freenow hat zusammen mit dem chinesischen Technologiekonzern Baidu am 22. Oktober das Fahrzeug Apollo Go RT6 in London vorgestellt. Seit dem Sommer fahren die Autos mit Sicherheitsfahrern. Ein kommerzieller Dienst ist für 2027 geplant, über zwei Jahre könnten es Dutzende Fahrzeuge werden. Freenow betont, Robotaxis sollen die schwarzen Londoner Taxis ergänzen und nicht ersetzen. Ein eigenes Depot könne neue Stellen für Taxifahrer schaffen.

Die Konkurrenz ist weiter. Uber und das britische Start-up Wayve betreiben seit September einen Robotaxi-Dienst mit Sicherheitsfahrern. Die Alphabet-Tochter Waymo will bis Ende 2026 völlig fahrerlose Fahrten in London anbieten. Für chinesische Anbieter wie Baidu ist Europa zusätzlich wichtig, weil in den USA ein dauerhaftes Verbot chinesischer Autos diskutiert wird.

Quellen

  1. London's Sadiq Khan urges cap on robotaxis amid driverless licensing (01.11.2026) – NewsBytes
  2. Baidu Robotaxis in London: Driverless Rides Target 2027 (23.10.2026) – Analytics Insight
  3. Khan and Alexander face standoff over Robotaxi approval in London (29.04.2026) – TransportXtra

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.