Meta sammelt Orders von 53 Mrd. Euro (CHF 48,7 Mrd.) ein: Rekord bei erster Euro-Anleihe
Meta hat am 4. November erstmals Anleihen in Euro angeboten. Die Nachfrage erreichte rund 53 Mrd. Euro (CHF 48,7 Mrd.), laut Berichten so viel wie noch bei keiner europäischen Firmenanleihe. Das Geld fliesst in die KI-Infrastruktur, doch die Aufschläge sind deutlich gestiegen.
Der Facebook-Konzern Meta Platforms hat am Mittwoch, 4. November, sein Debüt am Euro-Anleihenmarkt gegeben. Angeboten wurden sechs Tranchen mit Laufzeiten von 4, 6, 8, 12, 18 und 38 Jahren. Angepeilt waren zunächst bis zu 9 Mrd. Euro (CHF 8,3 Mrd.). Die Bücher füllten sich auf rund 53 Mrd. Euro (CHF 48,7 Mrd.), also fast sechsmal so viel.
Das soll laut Medienberichten die grösste Nachfrage sein, die je für eine Unternehmensanleihe in Europa zusammenkam. Der bisherige Rekord stammte demnach vom Bierkonzern AB InBev aus dem Jahr 2016 mit über 31 Mrd. Euro (CHF 28,5 Mrd.). Das endgültige Volumen war bei Redaktionsschluss nicht offiziell bestätigt. Berichte nennen etwa 8,25 Mrd. Euro (CHF 7,6 Mrd.). Federführend sind Citigroup und Morgan Stanley.
Anleger verlangen mehr als im April
Bereits am Dienstag hatte Meta 15 Mrd. Dollar (CHF 12,2 Mrd.) in fünf Dollar-Tranchen aufgenommen, bei Orders von bis zu 58 Mrd. Dollar (CHF 47,3 Mrd.). Die Nachfrage ist also gross, aber nicht zum alten Preis. Bei der 30-jährigen Dollar-Tranche über 2,75 Mrd. Dollar (CHF 2,2 Mrd.) zahlt Meta 2,20 Prozentpunkte über US-Staatsanleihen, im April waren es noch 1,32 Prozentpunkte. Der Kupon liegt bei 7,5 %. Über alle fünf Laufzeiten lagen die Aufschläge 0,57 bis 0,88 Prozentpunkte über dem Niveau vom April.
Dabei spielt der Markt eine Rolle: Die Renditen am US-Anleihenmarkt sind stark gestiegen, und laut den Berichten hat das Interesse an KI-Schulden nachgelassen. Die Analysefirma CreditSights sieht in der Euro-Anleihe laut Dow Jones einen günstigen Einstieg für Investoren, hält aber bessere Preise bei künftigen Emissionen von Technologieunternehmen für möglich.
S&P senkt den Ausblick
Hintergrund ist der enorme Finanzbedarf. Die Ratingagentur S&P Global hat den Ausblick für Meta auf negativ gesenkt. Laut den Berichten erwartet sie 2027 Investitionen von über 225 Mrd. Dollar (CHF 184 Mrd.) und einen negativen Free Cashflow von 71 Mrd. Dollar (CHF 58 Mrd.). Drei Jahre in Folge mit Mittelabfluss seien möglich.
Meta ist nicht allein. In den vergangenen Tagen emittierte Oracle Anleihen über 10 Mrd. Dollar (CHF 8,2 Mrd.), Microsoft nahm 25 Mrd. Dollar (CHF 20,4 Mrd.) auf, und Alphabet holte sich 6 Mrd. Euro (CHF 5,5 Mrd.) in Euro. Die Investitionen der grossen Cloud-Anbieter und spezialisierter KI-Rechenzentrumsfirmen werden für die nächsten drei Jahre auf knapp 4500 Mrd. Dollar (CHF 3670 Mrd.) geschätzt.
Quellen
- Meta Draws Record €53 Billion of Orders for Debut Euro Bonds, Topping AB InBev's 2016 Mark (04.11.2026) – The Private Banker
- Meta Seeks Up to €9 Billion in Debut Euro Bond Sale a Day After Raising $15 Billion in Dollars (04.11.2026) – The Private Banker
- Meta Seeks to Raise Funds in Debut Euro Bond Sale (04.11.2026) – MarketScreener / Dow Jones
- Meta's First Euro Bond Sale Draws Record €53 Billion in Demand (04.11.2026) – PANews
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.