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Microsoft bietet 60'000 Angestellten Abfindungen an, um Kosten für den KI-Ausbau zu senken

26. Oktober 2026, 22:22 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Microsoft will mit einem freiwilligen Abgangsprogramm Personal abbauen. Rund 60'000 Mitarbeitende in vier Ländern erhalten ein Angebot, mehr als ein Viertel der Belegschaft. Zwei Tage später legt der Konzern seine Quartalszahlen vor.

Microsoft hat am Montag, 26. Oktober, rund 60'000 Mitarbeitenden ein freiwilliges Abgangsangebot unterbreitet. Das Programm heisst intern «Voluntary Exit Offer». Es gilt für Angestellte in den USA, Kanada, Grossbritannien und Indien bis hinunter zur Stufe Vizepräsident. Die Betroffenen sollten am Montag per E-Mail einen Link zu ihren persönlichen Konditionen erhalten.

Gemessen an rund 223'000 Vollzeitstellen Ende Juni ist theoretisch mehr als ein Viertel der Belegschaft angesprochen. Microsoft rechnet laut Handelsblatt und SRF aber damit, dass nur ein kleiner Teil das Angebot annimmt. Die Höhe der Zahlungen nannte der Konzern nicht. Laut TechCrunch orientieren sich die Bedingungen an den üblichen Abfindungen des Unternehmens.

Wer infrage kommt

Das Angebot richtet sich an ausgewählte Teams. Gemäss Bloomberg gehören dazu unter anderem die Bereiche Xbox, Windows, Copilot und Finanzen. Ausgenommen sind laut Bloomberg Mitarbeitende in den Rechenzentren sowie in Verkauf und Marketing. Personalchefin Amy Coleman schrieb in einer internen Mitteilung sinngemäss, das Angebot gebe Angestellten, die über eine Zukunft ausserhalb des Konzerns nachdenken, eine neue Wahlmöglichkeit, und zwar mit Unterstützung.

Es ist bereits das zweite Programm dieser Art in diesem Jahr. Im Frühling hatte Microsoft rund 8750 Angestellten im Pensionsalter einen vorzeitigen Abgang angeboten. Laut TechCrunch nahmen mehr als 30 % davon an. Im Juli strich der Konzern zudem rund 4800 Stellen, viele davon im Spielegeschäft Xbox. Ende 2025 hatte Microsoft noch rund 228'000 Angestellte beschäftigt.

Sparen für Rechenzentren

Hinter dem Abbau steht der Kostendruck durch künstliche Intelligenz. Microsoft will Fixkosten senken, um die stark steigenden Investitionen in Rechenzentren zu finanzieren. Finanzchefin Amy Hood hatte im Juli angekündigt, dass der Konzern für 2026 rund 175 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur ausgeben will, wie CBS News berichtet. Auch Alphabet und Meta erhöhen ihre Ausgaben für KI laufend.

Die Börse nahm die Nachricht gelassen auf. Die Microsoft-Aktie schloss am Montag in New York bei 532,60 Dollar, 1,5 % höher als am Freitag. Der gesamte Technologiesektor legte nach dem Börsenprospekt von Anthropic zu. Am Mittwoch, 28. Oktober, um 21.05 Uhr Schweizer Zeit veröffentlicht Microsoft seine Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027.

Quellen

  1. Microsoft offers buyouts to around 60,000 employees (26.10.2026) – TechCrunch
  2. Microsoft offers buyouts to 60,000 workers as it pours money into AI (26.10.2026) – CBS News
  3. Software-Konzern: Microsoft bietet rund 60.000 Mitarbeitern Abfindungen an (26.10.2026) – Handelsblatt
  4. Kostendruck wegen KI-Ausbau – Microsoft bietet 60'000 Mitarbeitern Abgangsentschädigung an (26.10.2026) – SRF

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.