Rohstoffe

Opec+ dürfte Förderziele am Sonntag nicht antasten, obwohl Brent 113 Dollar (CHF 94) kostet

31. Oktober 2026, 21:25 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Sieben Kernstaaten der Opec+ beraten am Sonntag, 1. November, online über die Ölförderung im Dezember. Laut Reuters haben sie sich bereits grundsätzlich darauf geeinigt, nichts zu ändern. Der Ölpreis steigt derweil wegen des Iran-Kriegs weiter.

Die Opec+ wird ihre Förderziele für Dezember voraussichtlich unverändert lassen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Samstag unter Berufung auf drei nicht namentlich genannte Insider. Die beteiligten Länder hätten sich im Grundsatz bereits auf diesen Schritt verständigt. Am Online-Treffen vom Sonntag nehmen Saudi-Arabien, Russland, Irak, Kuwait, Algerien, Kasachstan und Oman teil.

Bereits beim letzten Treffen am 4. Oktober hatte die Gruppe die Mengen für November auf dem Stand von September eingefroren. Das hielt das Ölkartell in einer offiziellen Mitteilung fest. Im September hatte die Opec+ die schrittweise Rücknahme einer Kürzung von 1,65 Mio. Fass pro Tag abgeschlossen, die sie 2023 beschlossen hatte. Eine weitere Kürzung von rund 2 Mio. Fass pro Tag gilt für die meisten Mitglieder noch bis Ende 2026.

Quoten auf dem Papier, Engpässe in der Praxis

Die Förderziele sind derzeit wenig bindend. Wegen des Iran-Kriegs können die Golfstaaten seit Monaten nicht so viel exportieren wie geplant. Laut Reuters steigern sie ihre Ausfuhren zwar wieder, die meisten liegen aber weiterhin deutlich unter ihren Quoten. Eine Erhöhung der Ziele würde also kaum zusätzliches Öl auf den Markt bringen.

Wichtiger ist für die Gruppe bereits das nächste Jahr. Bevor die Basiswerte für 2027 festgelegt werden, will die Opec+ im vierten Quartal die Produktionskapazitäten ihrer Mitglieder überprüfen. Diese Basiswerte bestimmen, wie viel jedes Land künftig fördern darf.

Ölpreis mit viertem Monatsgewinn in Folge

Am Markt treibt vor allem die Lage in der Strasse von Hormus den Preis. Die Nordseesorte Brent schloss am Freitag mit dem Januar-Kontrakt bei 113,43 Dollar (CHF 94) je Fass, ein Plus von 2,63 Dollar (CHF 2,17). Der auslaufende Dezember-Kontrakt beendete den Handel bei 117,64 Dollar (CHF 97). Die US-Sorte WTI kostete 104,12 Dollar (CHF 86). Im Oktober legte Brent um 13,6 % zu, WTI um 15,2 %.

Laut der britischen Seefahrtsbehörde UKMTO wurde am Freitag in der Meerenge ein Tanker von Sprengsätzen getroffen, die von einem kleinen Boot aus angebracht worden sein sollen. Berichten zufolge ist es der erste bestätigte Treffer dieser Art seit Kriegsbeginn im Februar. Für die kommende Woche stehen mit den US-Zwischenwahlen am 3. November und dem US-Arbeitsmarktbericht am 6. November weitere Termine an, die den Ölmarkt bewegen können.

Quellen

  1. OPEC+ agrees in principle to keep oil output targets steady in December, sources say (31.10.2026) – Reuters via SRN News
  2. Saudi Arabia, Russia, Iraq, Kuwait, Kazakhstan, Algeria, and Oman reaffirm commitment to market stability (04.10.2026) – OPEC
  3. OPEC+ Expected to Maintain December Oil Output Targets as 2027 Quota Talks Approach (27.10.2026) – Yahoo Finance
  4. Brent Crude Oil Price at $113.43: OPEC+ Meets Sunday (31.10.2026) – FinanceFeeds

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.