Philippinen: Teuerung springt auf 7,8 %, der Krieg im Nahen Osten trifft Asiens Energieimporteure
Die Teuerung auf den Philippinen ist im Oktober so schnell gestiegen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Teure Treibstoffe und höhere Fahrpreise treiben sie an. Die Notenbank hat die Zinsen bereits viermal erhöht, weitere Schritte gelten als möglich.
Die Konsumentenpreise auf den Philippinen lagen im Oktober 7,8 % über dem Vorjahresmonat. Das meldete die Statistikbehörde PSA am 5. November. Im September waren es 7,2 %, im Oktober 2025 nur 1,7 %. Eine Umfrage des Philippine Daily Inquirer unter 19 Ökonomen hatte im Mittel 7,6 % ergeben. Die Notenbank Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) hatte eine Spanne von 7,1 bis 8,1 % genannt. Im Schnitt der ersten zehn Monate liegt die Teuerung bei 5,6 %, das Zielband der Regierung bei 2 bis 4 %.
Laut Bloomberg ist es das schnellste Tempo seit fast vier Jahren. Das Land bezieht seine Energie stark aus dem Nahen Osten und spürt den anhaltenden Konflikt dort unmittelbar.
Treibstoff und Fahrpreise
Die Transportkosten stiegen um 20,1 %. PSA-Chef Claire Dennis Mapa verwies vor allem auf den Strassenverkehr, also höhere Fahrpreise für Jeepneys und Busse sowie teureres Benzin. Die Tarife waren Ende September erhöht worden und schlugen erst im Oktober voll durch. Hinzu kommen höhere Strompreise und der schwache Peso, der zuletzt die Marke von 64 je Dollar überschritten hat. Für den Herbst ist weiterer Druck bereits angelegt: Am 3. November stieg Benzin nochmals um 3,50 Peso (CHF 0.05) je Liter, was erst in die November-Zahl einfliesst.
Notenbank in der Klemme
Die BSP hob den Leitzins am 22. Oktober um einen halben Prozentpunkt auf 5,5 % an, den vierten Schritt nach oben in diesem Jahr. Gouverneur Eli Remolona warnte, die Teuerung könne wegen Ölpreisen, Fahrpreisen und der Wetterlage El Niño weiter steigen. Die Notenbank rechnet für 2026 im Schnitt mit 6,1 % und für 2027 mit 6,0 %. ANZ-Analystin Kausani Basak erwartet für das vierte Quartal Werte über 8 %. Oxford Economics warnt, der Preisdruck könne auf die Kernteuerung übergreifen.
Die Daten stammen aus einem Monat, in dem der Ölpreis hoch lag. Brent fiel erst diese Woche nach den US-Wahlen unter 100 Dollar (CHF 81). Bleibt er tief, würde das Manila entlasten, allerdings mit Verzögerung.
Quellen
- Philippine October Inflation Accelerates 7.8%, Close to Four-Year High (05.11.2026) – Bloomberg
- Philippine inflation climbs to 7.8% in October, the second straight month of acceleration (05.11.2026) – ASTIG
- Philippines October Inflation Hits 7.8 Percent on Transport Cost Surge (05.11.2026) – HeadTopics
- Philippine inflation seen hitting three-year high (03.11.2026) – The Star
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.