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Wettbörsen bestehen die US-Wahl: Kalshi-Favoriten gewinnen 479 von 487 Rennen

4. November 2026, 18:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Prognosemärkte wie Kalshi und Polymarket lagen bei den US-Zwischenwahlen meist richtig. Nun steigt mit Hudson River Trading ein weiterer grosser Händler der Wall Street ein. Rechtlich steht die junge Branche aber weiterhin unter Druck.

Der Test war gross, und die Wettplattformen haben ihn weitgehend bestanden. Vor Schliessung der ersten Wahllokale sah Kalshi die Demokraten mit 93,3 % als Sieger im Repräsentantenhaus, Polymarket mit 94,5 %. Für den Senat lagen die Wahrscheinlichkeiten bei 75,0 und 75,5 %. Beide Kammern gingen an die Demokraten. Das zeigt eine Auswertung des Fachportals Rotowire.

In den fast 500 bis Mittwochmorgen entschiedenen Rennen setzten sich die Kalshi-Favoriten laut Rotowire in 479 von 487 Fällen durch, das entspricht rund 98 %. Im Repräsentantenhaus waren es 356 von 360, im Senat 32 von 33. Das Handelsvolumen der Midterm-Märkte auf Kalshi überstieg 2,5 Mrd. Dollar (CHF 2,0 Mrd.), nach 1,3 Mrd. Dollar (CHF 1,1 Mrd.) im Wahljahr 2024.

Stärke und Schwäche

Die hohe Quote relativiert sich etwas, denn viele Rennen waren von vornherein klar. Aufschlussreicher sind die engen Fälle. Laut Handelsblatt lag Kalshi fast überall richtig, doch dort, wo die Börse danebenlag, wurden die Sieger unterschätzt, am deutlichsten in Texas. Die Demokraten holten mehr, als die Kurse angezeigt hatten. Beim Gouverneursrennen in Texas gab Kalshi der siegreichen Gina Hinojosa 62 %, berichtet der Sender Fox 11. Umfragen trafen die Richtung meist ebenfalls, unterschätzten aber oft den Abstand.

Wall Street zieht nach

Das Geschäft lockt nun auch professionelle Händler. Hudson River Trading, einer der grössten Market Maker der Wall Street, hat laut Bloomberg den Handel auf Kalshi aufgenommen. Market Maker stellen laufend Kauf- und Verkaufskurse und verdienen an der Spanne dazwischen. Mehr solche Teilnehmer machen die Märkte tendenziell liquider.

Offen bleibt die Rechtslage. New York hat beide Plattformen verklagt. Ein Bundesberufungsgericht lehnte am Dienstag laut Rotowire Anträge von Kalshi und Coinbase auf einstweiligen Schutz ab, sodass New York und Connecticut die Angebote ab Anfang 2027 regional einschränken könnten. Ein Entscheid des Supreme Court steht noch aus. Die US-Aufsicht CFTC, die beide Plattformen beaufsichtigt, besteht derzeit nur aus ihrem Vorsitzenden Mike Selig. Ein Verbot durch den neuen Kongress hält Jordan Bender von Citizens für unwahrscheinlich, weil die Mehrheit gegen ein Präsidentenveto nicht reichen dürfte.

Quellen

  1. Prediction Market News: How Accurate Were the 2026 Midterm Markets? (04.11.2026) – Rotowire
  2. Prediction markets vs. polls: Who got the election right? (04.11.2026) – FOX 11 Los Angeles
  3. Midterms: So treffsicher waren Polymarket und Kalshi – trotzdem unterschätzten sie die Welle der Demokraten (04.11.2026, Kurzfassung) – Handelsblatt
  4. Hudson River Trading Joins Wall Street’s Prediction Market Shift (04.11.2026, Kurzfassung) – Bloomberg

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.