Schweiz

Schweizer Hotels holen auf: 5,2 % mehr Logiernächte im September, das Jahresminus ist fast weg

5. November 2026, 11:24 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Die Schweizer Hotellerie zählte im September 4,34 Millionen Logiernächte, 5,2 % mehr als ein Jahr zuvor. Damit fehlen seit Januar nur noch rund 8000 Übernachtungen auf das Vorjahr, obwohl der Irankrieg die Branche im Frühjahr gebremst hatte.

Das Bundesamt für Statistik hat am 5. November die definitiven Zahlen für September veröffentlicht. Die Hotels verzeichneten 4,34 Millionen Logiernächte. Gäste aus dem Ausland buchten 2,27 Millionen Nächte, das sind 5,8 % mehr als im September 2025. Inländische Gäste kamen auf 2,07 Millionen Nächte und ein Plus von 4,6 %.

Das Ergebnis fällt etwas tiefer aus als die vorläufigen Angaben. Die erste Schätzung vom 15. Oktober lag bei plus 5,5 %, die zweite vom 22. Oktober bei plus 5,9 %. An der Richtung ändert das nichts.

Fast wieder auf Vorjahresniveau

Von Januar bis September kommt die Branche auf 34,5 Millionen Logiernächte. Das sind nur rund 8000 weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres, also rechnerisch ein Rückstand von gut 0,02 %. Ende August hatte das Minus noch 0,7 % betragen.

Der Verlauf war unruhig. Nach dem Ausbruch des Irankriegs Ende Februar gingen die Übernachtungen zurück. Im Juli gab es nach vier rückläufigen Monaten erstmals wieder ein Plus von 0,5 %, im August folgte ein Rückgang um 2,1 %. Im Vorjahresvergleich ist der September damit der stärkste Monat seit Kriegsbeginn.

Europäer und Chinesen kommen, der Golf bleibt schwach

Angaben zu den Herkunftsländern liegen aus der zweiten Schätzung des Bundesamts vor, die endgültigen Werte können leicht abweichen. Demnach stiegen die Logiernächte von Gästen aus Deutschland und aus Grossbritannien um je 7,8 %. Aus Frankreich kamen 3,2 % mehr, aus den Niederlanden 2,6 % und aus Italien 2,0 %. Besonders stark fiel das Plus bei Gästen aus China mit 18,0 % aus. Die USA legten um 4,7 % zu.

Rückläufig blieben Indien mit minus 2,2 % und die Golfstaaten mit minus 1,6 %. Regional verlief die Entwicklung nicht einheitlich. In Basel-Stadt etwa gab es den stärksten September seit Beginn der Erhebung 1934, seit Januar liegt der Kanton aber noch 3 % im Rückstand.

Gegenwind kommt weiterhin vom Franken. Ein Euro kostet derzeit rund 92 Rappen, ein Dollar rund 82 Rappen, was Ferien in der Schweiz für viele ausländische Gäste verteuert.

Quellen

  1. Schweizer Hotellerie holt im September wieder auf (05.11.2026) – cash.ch / AWP
  2. Schweizer Hotellerie erhält im September wieder Auftrieb (22.10.2026) – cash.ch / AWP
  3. Schweizer Hotellerie im September mit deutlich mehr Übernachtungen (15.10.2026) – cash.ch / AWP
  4. Basler Tourismus im September 2026 (16.10.2026) – Kanton Basel-Stadt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.