SMI steigt um 0,4 % und schliesst nur 36 Punkte unter dem Rekord, SIG und Inficon springen um über 8 %
Die Schweizer Börse hat am Dienstag ihre Erholung fortgesetzt. Der SMI schloss bei 14'597,63 Punkten und liegt damit knapp unter seinem Rekordschluss vom August. Novartis stützte den Leitindex, im breiten Markt sorgten starke Quartalszahlen für Kurssprünge.
Der Swiss Market Index (SMI) gewann am 27. Oktober 0,40 % auf 14'597,63 Punkte. Schon am Montag hatte er rund 0,5 % zugelegt. Bis zum höchsten Schlussstand seiner Geschichte von 14'633,70 Punkten vom 10. August fehlen noch 36 Punkte. Der bisher höchste Stand im Handelsverlauf liegt bei 14'669,51 Punkten. Seit Ende 2025 hat der SMI rund 10 % zugelegt. Der breite Swiss Performance Index (SPI) stieg um 0,46 % auf 20'599,98 Punkte, der Index der mittelgrossen Firmen SMIM um 0,54 %.
Rückenwind kam laut Marktberichten von der Wall Street, wo Technologiewerte wieder gefragt waren. Zuvor hatten Zweifel an den hohen Investitionen in künstliche Intelligenz die Kurse belastet. Zudem gaben die Ölpreise um über 1 % nach, weil neue diplomatische Bemühungen am Persischen Golf Hoffnung weckten. Die Sorte Brent kostete laut cash.ch zuletzt rund 110 Dollar je Fass. Auch in Europa ging es aufwärts: Der Euro Stoxx 50 stieg um 0,79 %, während der Londoner FTSE 100 um 0,75 % nachgab.
Novartis hält den Index im Plus
Novartis legte nach Quartalszahlen über den Erwartungen und einer erhöhten Gewinnprognose um 1,0 % zu. Zeitweise hatte das Plus über 3 % betragen. Belastend wirkte eine hohe Abschreibung auf einen Wirkstoff aus der Übernahme von Avidity Biosciences. Stärkster SMI-Wert war ABB mit einem Gewinn von 2,6 %. Die Aktie hatte in der Vorwoche trotz guter Zahlen deutlich verloren. Gesucht waren auch die Bauwerte Amrize (plus 2,0 %), Holcim (plus 1,8 %) und Geberit (plus 1,3 %). Am Ende der Rangliste stand Galderma mit einem Minus von 3,1 %, nachdem die Aktie nach den jüngsten Zahlen stark gestiegen war. Swiss Re verlor 1,6 %, bei Nestlé (minus 0,6 %) kam es zu Gewinnmitnahmen.
Kurssprünge in den hinteren Reihen
Im breiten Markt prägte die Berichtssaison das Bild. Der Verpackungshersteller SIG stieg um 9,6 %, nachdem er im dritten Quartal die Schätzungen der Analysten übertroffen und seine Margenziele erhöht hatte. Inficon kletterte um 8,4 %, weil der Messtechnikkonzern seine Jahresprognose erneut anhob. Basilea gewann vor dem Investorentag vom Mittwoch rund 5 %, auch Comet (plus 4,3 %) und VAT (plus 3,5 %) waren gefragt. Ems-Chemie gab nach einer Herabstufung durch das Analysehaus Oddo BHF nach. Aryzta verlor 3,1 %. Laut Händlern hatten Anleger eher auf einen Verkauf des Deutschlandgeschäfts gehofft als auf eine teure Restrukturierung.
Fed, EZB und UBS stehen bevor
Die eigentlichen Prüfsteine der Woche folgen erst. Am Mittwochabend entscheidet die US-Notenbank Fed über die Leitzinsen, am Donnerstag die Europäische Zentralbank. In beiden Fällen rechnen die meisten Marktteilnehmer mit unveränderten Zinsen. Ebenfalls am Mittwoch legen UBS und Amrize Zahlen vor, nach US-Börsenschluss folgen Alphabet und Microsoft. Logitech und Temenos veröffentlichen ihre Zahlen am Dienstagabend nach Handelsschluss. Ein Analyst warnte laut cash.ch, die aktuelle Ruhe sei nicht mit Entspannung zu verwechseln.
Quellen
- Aktien Schweiz Schluss: SMI setzt Erholung fort und nähert sich Rekordhoch (27.10.2026) – cash.ch
- Börsen-Ticker: SMI schliesst knapp unter Allzeithoch - Novartis robust im Plus - Gefragte Bauwerte - Gewinnmitnahmen bei Nestlé - Inficon und SIG mit Kurssprung (27.10.2026) – cash.ch
- Gewinne in Zürich: SMI in Grün (27.10.2026) – finanzen.at
- ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx prescht ins Plus vor - London schwach (27.10.2026) – ARIVA.DE / dpa-AFX
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.