Straumann beschleunigt Wachstum im dritten Quartal auf 9,2 %, Aktie gibt trotzdem nach
Der Basler Dentalimplantat-Hersteller Straumann hat im dritten Quartal CHF 667,1 Mio. umgesetzt und ist organisch um 9,2 % gewachsen. Das ist mehr als von Analysten erwartet. Der Jahresausblick bleibt unverändert, die Aktie notiert am Vormittag rund 2 % tiefer.
Straumann hat am Mittwochmorgen, 28. Oktober, die Umsatzzahlen für das dritte Quartal 2026 vorgelegt. Der Umsatz stieg auf CHF 667,1 Mio., nach CHF 602,2 Mio. im Vorjahresquartal. In Franken entspricht das einem Plus von 10,8 %. Organisch, also ohne Übernahmen und Währungseinflüsse, wuchs der Konzern um 9,2 %. Damit hat sich das Tempo im Jahresverlauf erhöht: Im ersten Quartal waren es 7,1 %, im zweiten 8,5 %.
Analysten hatten laut Investing.com im Schnitt mit 8,6 % organischem Wachstum gerechnet. Der von der Nachrichtenagentur AWP erhobene Konsens reichte von 8,2 bis 9,4 %. Gewinnzahlen legt Straumann nach dem dritten Quartal traditionell nicht vor.
Europa und Asien wachsen zweistellig
Die grösste Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) steigerte den Umsatz organisch um 10,5 % auf CHF 256,0 Mio. Asien-Pazifik legte um 10,3 % auf CHF 165,6 Mio. zu, getragen von Japan und Indien. China kehrte laut Mitteilung nach mehreren schwierigen Quartalen zum Wachstum zurück. In Nordamerika betrug das Plus 7,5 % auf CHF 174,9 Mio., in Lateinamerika 6,5 % auf CHF 70,5 Mio. Dort wuchsen vor allem spanischsprachige Märkte wie Mexiko und Kolumbien, während sich in Brasilien Patientenzahlen und Bestellungen abschwächten.
Als Treiber nennt das Unternehmen Marktanteilsgewinne mit dem Premiumimplantat iEXCEL sowie die günstigeren Marken Neodent und Anthogyr. Auch Intraoralscanner, mit denen Zahnärzte das Gebiss digital erfassen, und die Bestellplattform Straumann AXS mit über 20'000 aktiven Nutzern trugen bei. Das Geschäft mit durchsichtigen Zahnschienen (ClearCorrect) soll bis Ende 2027 die Gewinnschwelle erreichen.
Ausblick bestätigt, China bleibt ein Unsicherheitsfaktor
Für 2026 erwartet Straumann weiterhin ein organisches Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Die Kern-EBIT-Marge soll sich um 140 bis 170 Basispunkte verbessern. Diese Prognose hatte der Konzern bereits im Juni angehoben. Konzernchef Guillaume Daniellot zeigte sich in der Mitteilung zuversichtlich, den Ausblick zu erreichen.
Offen ist die nächste Runde der staatlichen Sammelbeschaffung in China (VBP), bei der Behörden für grosse Mengen tiefere Preise aushandeln. Die Regeln dafür sind noch nicht veröffentlicht, die Umsetzung erwartet Straumann im ersten Quartal 2027.
An der Börse kam der Bericht verhalten an. Die Aktie notierte gegen 10.20 Uhr bei rund CHF 95,70 und damit etwa 2 % unter dem Schlusskurs vom Dienstag. Die vollständigen Jahreszahlen folgen am 24. Februar 2027.
Quellen
- Straumann Group beschleunigt organisches Wachstum auf 9.2% und bestätigt Ausblick für das Gesamtjahr 2026 (28.10.2026) – EQS News / Straumann
- Straumann mit erhöhter Wachstumsdynamik im dritten Quartal - Erwartungen erfüllt (28.10.2026) – cash.ch / AWP
- Straumann Group beats Q3 estimates, confirms 2026 outlook (28.10.2026) – Investing.com
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.