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Teamviewer kappt die Umsatzprognose: Aktie bricht um rund 24 % ein, Grossaufträge verzögern sich

3. November 2026, 10:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der deutsche Fernwartungsspezialist Teamviewer erwartet für 2026 nun einen Umsatzrückgang statt Wachstum. Grosskunden schieben Abschlüsse hinaus, auch Europa bleibt schwach. Die Aktie verliert rund ein Viertel und gibt ihr Jahresplus ab.

Teamviewer hat am 3. November seine Jahresprognose gesenkt. Der Umsatz soll 2026 währungsbereinigt um 1 bis 2 % sinken. Bisher hatte das Unternehmen aus Göppingen ein Ergebnis zwischen Vorjahresniveau und einem Plus von 3 % in Aussicht gestellt. Als Gründe nennt es verzögerte Abschlüsse bei Grosskunden und neue Unsicherheit in Europa.

Die Börse reagierte heftig. Die im SDax notierte Aktie fiel am Vormittag um rund 24 % von 7,31 Euro (CHF 6,69) auf rund 5,52 Euro (CHF 5,05). Damit sind laut dpa-AFX die Gewinne des laufenden Jahres ausgelöscht. Das Rekordtief von 4,09 Euro (CHF 3,74) stammt vom April 2026, im Sommer 2023 hatte das Papier noch 17,75 Euro (CHF 16,24) gekostet. MWB Research senkte die Einstufung auf «Hold» und das Kursziel von 8,90 Euro (CHF 8,14) auf 7 Euro (CHF 6,40).

Die Quartalszahlen im Detail

Im dritten Quartal sank der Umsatz um 3,9 % auf 184,5 Mio. Euro (CHF 169 Mio.), währungsbereinigt um 2,2 %. Der wiederkehrende Jahresumsatz, also die hochgerechneten Abo-Erlöse und die wichtigste Kennzahl bei Softwarefirmen, ging auf 736,9 Mio. Euro (CHF 674 Mio.) zurück. Das sind 2,6 % weniger, währungsbereinigt 0,6 %.

Der bereinigte operative Gewinn fiel laut Handelsblatt um 10 % auf 78,9 Mio. Euro (CHF 72 Mio.). Die bereinigte EBITDA-Marge lag mit 42,8 % knapp 3 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Für das ganze Jahr hält der Konzern an rund 43 % fest. Der Nettogewinn stieg um rund ein Viertel auf 36 Mio. Euro (CHF 33 Mio.).

Chef Steil setzt auf 2027

Konzernchef Oliver Steil will die Strategie nicht ändern. Für das vierte Quartal gebe es laut dpa-AFX Abschlüsse, mit denen er so nicht mehr rechne, darunter angepeilte Verträge mit US-Behörden. Teamviewer ist seit dem Kauf von 1E stärker vom US-Markt abhängig, denn 1E bedient laut Handelsblatt vor allem amerikanische Behörden und deren Auftragnehmer. Neue Abschlüsse seien insgesamt gut, aber nicht ausreichend, sagte Steil. Das Grosskundengeschäft wuchs laut Handelsblatt um 13 %, und bei kleineren Kunden werden die Rückgänge kleiner.

Für 2027 stellt Steil eine Beschleunigung der wiederkehrenden Erlöse in Aussicht. Das soll über eine bessere Auslastung des Vertriebs in Europa und bessere Grosskundengeschäfte in den USA gelingen. Belegen muss er das erst noch.

Quellen

  1. ROUNDUP: Teamviewer kappt Umsatzprognose - Aktie rutscht stark ab (03.11.2026) – onvista / dpa-AFX
  2. Wegen verzögerter Abschlüsse – Teamviewer meldet erneut Umsatz- und Gewinnrückgang (03.11.2026) – Handelsblatt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.