Tecan wächst im dritten Quartal um 6,9 % und hebt den Ausblick für Umsatz und Marge an
Der Laborausrüster Tecan beschleunigt das Wachstum und traut sich für 2026 mehr zu. Die bereinigte Marge soll bei 16,5 bis 16,8 % liegen statt bei höchstens 16,5 %. Am Mittelfristziel für 2028 hält das Unternehmen fest.
Tecan hat am 5. November ein Update zum dritten Quartal veröffentlicht. Der Umsatz stieg in Lokalwährungen um 6,9 %, also schneller als im ersten Halbjahr, als das Plus 3,4 % betragen hatte. Der Auftragseingang legte um 3,1 % zu. Das Unternehmen verweist dabei auf eine hohe Vergleichsbasis aus dem Vorjahr. Absolute Zahlen nannte Tecan in der Mitteilung nicht.
Beide Sparten legen zu
Das Geschäft mit Life Sciences wuchs um 5,6 %. Treiber waren Kunden aus der Biopharma-Branche, die mehr Liquid-Handling-Instrumente kauften. Das sind Geräte, die im Labor Flüssigkeiten automatisch dosieren. Auch die wiederkehrenden Erlöse aus Service, Verbrauchsmaterial und Reagenzien entwickelten sich laut Tecan solide.
Das Partnering Business, in dem Tecan für andere Firmen Geräte entwickelt und fertigt, wuchs mit 7,8 % stärker. Hier nennt das Unternehmen die Nachfrage nach Systemen der Linie Synergence für die In-vitro-Diagnostik sowie die Auftragsfertigung der Tochter Paramit.
Höhere Ziele für 2026
Für das laufende Jahr erwartet Tecan nun ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich in Lokalwährungen. Bisher war nur von einem niedrigen einstelligen Plus die Rede. Die bereinigte EBITDA-Marge soll 16,5 bis 16,8 % erreichen, nach zuvor 15,5 bis 16,5 %. Damit liegt das neue untere Ende am bisherigen oberen Ende der Spanne. Tecan begründet den Schritt mit der starken Entwicklung seit Jahresbeginn. Die Prognose geht von Kursen von 0,92 Franken je Euro und 0,80 Franken je Dollar aus.
Bestätigt hat Tecan die Ziele für 2028: ein Umsatz von 1 Mrd. Franken und eine bereinigte EBITDA-Marge von 20 %. Das Umbauprogramm Rewired, das auf Portfoliodisziplin und operative Abläufe zielt, läuft laut Unternehmen nach Plan.
Einmaleffekt aus den USA
Im zweiten Halbjahr erhielt Tecan zudem 6 Mio. Franken an zurückerstatteten US-Zöllen. Sie waren unter dem International Emergency Economic Powers Act bezahlt worden, einem Notstandsgesetz. Der Betrag erhöht EBIT, EBITDA und Nettogewinn. In die bereinigten Kennzahlen fliesst er als Einmaleffekt nicht ein, die höhere Margenprognose ist also nicht davon getragen. Änderungen in der Zollpolitik könnten den Ausblick aber weiterhin beeinflussen, hält das Unternehmen fest.
Quellen
- Update zum 3. Quartal 2026: Tecan meldet beschleunigtes Umsatzwachstum im 3. Quartal und hebt den Ausblick für das Gesamtjahr 2026 an (05.11.2026) – Tecan / GlobeNewswire
- Tecan wächst schwungvoller und erhöht den Ausblick (05.11.2026) – cash.ch / AWP
- Tecan wächst schwungvoller und erhöht den Ausblick (05.11.2026) – finanzen.ch
- Tecan reports growth of 3.4% in local currencies and adjusted EBITDA margin of 15.1% for the first half of 2026 (11.08.2026) – Tecan
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.