Rohstoffe

Trump stellt «grosses Abkommen» mit Russland in Aussicht, Kiew trifft sechste Raffinerie in einer Woche

6. November 2026, 13:25 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

US-Präsident Trump hat nach einem Treffen mit dem Kreml-Unterhändler Dmitrijew ein grosses Abkommen angekündigt, Moskau bremst. Gleichzeitig greift die Ukraine russische Raffinerien in dichter Folge an. Der Ölmarkt bleibt am Freitag ruhig, Brent liegt unter 100 Dollar (CHF 82).

Trump traf Kirill Dmitrijew am Donnerstag ungeplant nach einem Anlass von First Lady Melania Trump im Weissen Haus. Worüber sie sprachen, sagte er nicht. Ein Abkommen stehe aber bevor. Es werde mehr als die Ukraine betreffen und vielleicht sogar ganz Europa, sagte er laut Agenturen. Die ebenfalls angereiste ukrainische Delegation traf er nach eigenen Angaben nicht.

Kremlsprecher Dmitri Peskow dämpfte die Erwartungen. Moskau sehe bei den Europäern bisher keine Bereitschaft, über die Sicherheitsordnung des Kontinents zu reden. Sie hätten noch nicht einmal einen Verhandlungsführer bestimmt. Konkret wird es nächste Woche: Am 10. und 11. November verhandeln Russland und die Ukraine unter US-Vermittlung in Abu Dhabi, zum ersten Mal seit Februar. Laut RTÉ soll Washington im Rahmen einer breiteren Einigung auch über Geschäfte mit Russland gesprochen haben. Der Kreml bereitet nach Agenturangaben zudem ein Treffen von Putin, Trump und Xi am Apec-Gipfel in Shenzhen vor.

Angriffe auf das Herz der Ölverarbeitung

Am Boden geht der Krieg um die Energie weiter. Bloomberg meldet den Angriff auf die sechste russische Rohölverarbeitungsanlage innert einer Woche. Eine grosse Raffinerie habe den Betrieb einstellen müssen. Das ukrainische Portal Euromaidan Press zählt seit dem 30. Oktober Treffer in Nowokuibyschewsk, Ufa, Kstowo, Jaroslawl und Rjasan auf. Die ersten drei verarbeiteten zusammen rund 24 Mio. Tonnen pro Jahr, etwa 10 % der russischen Menge von 2024 und mehr als 10 % des Diesels. Rjasan kommt allein auf über 17 Mio. Tonnen und versorgt Moskau und Zentralrussland. Das genaue Schadensausmass ist nicht unabhängig bestätigt.

Für den Markt sind die Treffer vor allem beim Diesel heikel, der wegen des Kriegs im Nahen Osten ohnehin teuer ist. Umstritten bleibt auch das Diesel-Geschäft, das Trump im Oktober mit Moskau vereinbart hatte. Laut Agenturen dürften die Demokraten es nach ihrem Wahlsieg hinterfragen.

Ölpreis reagiert kaum

Brent notierte am Freitag gegen 13.20 Uhr Schweizer Zeit bei rund 98,60 Dollar (CHF 81) und damit fast unverändert zum Vortag. Die Anleger warten offenbar auf Ergebnisse aus Abu Dhabi, zumal die Lage in der Strasse von Hormus den Preis stärker bewegt.

Quellen

  1. Kreml dämpft Erwartungen nach Trumps Ankündigung zur Ukraine (06.11.2026) – cash.ch / AWP
  2. Trump predicts deal with Russia on Ukraine and Europe (06.11.2026) – RTÉ
  3. Trump-Dmitriev meeting report (06.11.2026) – Australian Associated Press / The Standard
  4. Kyiv Hits Sixth Russian Oil Plant in a Week as Campaign Picks Up (06.11.2026) – Bloomberg
  5. Five refineries in a week: drones set Russia's Ryazan fuel plant on fire (05.11.2026) – Euromaidan Press

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.