Technologie

Trump verschiebt Treffen mit Huang und Zuckerberg: Tech-Beirat soll erst am 13. November tagen

6. November 2026, 18:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Das für Freitag geplante Treffen des Technologie-Beirats im Weissen Haus fällt aus, neuer Termin ist laut Reuters der kommende Freitag. Einen Grund nannte die Regierung nicht. Die Verschiebung fällt mitten in den Kurssturz nach den Zwischenwahlen.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat eine Sitzung mit führenden Köpfen der Technologiebranche verschoben. Das meldete Reuters am 6. November unter Berufung auf eine Mitteilung des Energieministeriums auf dessen Webseite. Statt am 6. November soll der Beirat nun am kommenden Freitag zusammenkommen, also am 13. November. Das Weisse Haus äusserte sich auf Anfrage zunächst nicht zu den Gründen.

Es geht um den President's Council of Advisors on Science and Technology, ein externes Beratungsgremium. Trump hatte im März 13 Mitglieder ernannt. Dazu gehören Nvidia-Chef Jensen Huang, Meta-Chef Mark Zuckerberg, AMD-Chefin Lisa Su, Oracle-Gründer Larry Ellison und der Risikokapitalgeber Marc Andreessen. Vorsitzende sind David Sacks und Michael Kratsios. Der Beirat sollte laut der ursprünglichen Ankündigung die neue Arbeitsgruppe «Super Intelligence Task Force» beraten, der Kabinettsmitglieder und Mitarbeitende des Weissen Hauses angehören.

Ein heikler Moment für die Branche

Einen Zusammenhang mit der Lage an der Börse stellt Reuters nicht her. Der Zeitpunkt fällt dennoch auf. Technologieaktien gerieten am Donnerstag stark unter Druck, weil Anleger fürchten, dass der ab Januar von den Demokraten kontrollierte Kongress die KI-Entwicklung bremsen könnte. Dazu kommen Zweifel, ob sich die hohen Investitionen auszahlen.

Die Demokraten gewannen beide Kammern und mindestens fünf Gouverneursposten. Laut Handelsblatt beschäftigten sich Führungskräfte von OpenAI und Microsoft am Mittwoch laut Insidern mit den Folgen für ihre Pläne zum Bau von Rechenzentren. Die Zeitung verweist zudem auf einen Bericht von CNBC, wonach Elon Musk den Republikanern in Texas 224 Mio. Dollar (CHF 184 Mio.) für den Wahlkampf bereitgestellt habe. Dort setzte sich dennoch die Demokratin Gina Hinojosa gegen Gouverneur Greg Abbott durch.

Bund gegen Gliedstaaten

Die Regierung Trump hat den Ausbau der Rechenzentren zur nationalen Priorität erklärt. Hinojosa will dagegen laut Reuters den Betrieb von Rechenzentren in Texas stoppen, bis neue Schutzgesetze gelten, und betroffene Gemeinden mitreden lassen. Texas gilt wegen seiner Energiereserven, günstigen Landes und seiner wirtschaftsfreundlichen Politik als einer der wichtigsten Standorte der Branche. SRF-Wirtschaftsredaktorin Charlotte Jacquemart hält das, was auf den unteren politischen Ebenen passiert, für entscheidender als Regeln aus Washington.

Bis Januar behalten die Republikaner die Mehrheit im Kongress. Texas regiert Abbott noch bis Mitte Januar.

Quellen

  1. US-Regierung verschiebt Treffen von Tech-Spitzen im Weissen Haus (06.11.2026) – cash.ch / Reuters
  2. Börsencrash und Regulierung – was droht Big Tech nach den Midterms? (06.11.2026) – Handelsblatt
  3. Künftige Gouverneurin von Texas kündigt Gesetze zum Schutz vor Rechenzentren an (06.11.2026) – cash.ch / Reuters
  4. Warum sind die Börsen rund um den Globus eingebrochen? (06.11.2026) – SRF
  5. President Trump Names Meta, Nvidia CEOs to White House Tech and Science Council (25.03.2026) – Decrypt

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.