UBS legt am Mittwoch Quartalszahlen vor: Anleger achten auf Rückkäufe und die Kapitaldebatte
Die UBS veröffentlicht am 28. Oktober um 6.45 Uhr ihr Ergebnis für das dritte Quartal. Nach drei Quartalen über den Erwartungen liegt die Latte hoch. Mindestens so wichtig wie die Zahlen dürfte sein, was die Bank zu Aktienrückkäufen und zum Streit um strengere Kapitalregeln sagt.
Die grösste Schweizer Bank publiziert Bericht, Medienmitteilung und Präsentation am Mittwoch ab 6.45 Uhr. Von 9 bis 10.30 Uhr stellen Konzernchef Sergio Ermotti und Finanzchef Todd Tuckner die Zahlen den Analysten vor. Die UBS-Aktie schloss am Dienstag bei 38,84 Franken, ein Plus von 0,67 %. Seit dem Jahreshoch vor gut sechs Wochen hat sie aber mehr als 10 % verloren.
Was Analysten erwarten
Die UBS hat die Prognosen der Analysten in den letzten drei Quartalen jeweils übertroffen. Eine von Reuters erhobene Umfrage unter drei Analysten rechnet mit einem Ertrag von 12,96 Milliarden Dollar, rund 1,6 % mehr als im Vorjahresquartal, und einem Gewinn je Aktie von 0,91 Dollar. Der von der Nachrichtenagentur AWP erhobene Konsens liegt beim Ertrag mit 13,18 Milliarden etwas höher und sieht einen Konzerngewinn von 2,76 Milliarden. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal hatte die UBS 2,80 Milliarden Dollar verdient, 17 % mehr als ein Jahr zuvor, bei einem Ertrag von 13,70 Milliarden Dollar.
In der Vermögensverwaltung erwarten Fachleute dank höherer verwalteter Vermögen mehr Gebühreneinnahmen. Das Investment Banking dürfte solide, aber schwächer als in den beiden Vorquartalen ausfallen, wie cash.ch schreibt. Bei den Neugeldern sieht Thomas Hallett, Analyst bei KBW, kaum Anzeichen für Probleme. Er warnt aber, dass eine strengere Durchsetzung von Steuerregeln in China die Zuflüsse im zweiten Halbjahr indirekt bremsen könnte. Bis 2028 will die UBS netto 200 Milliarden Dollar Neugeld anziehen.
Rückkäufe und Kapitalregeln im Zentrum
Ende Juli hatte die Bank Aktienrückkäufe von 3 Milliarden Dollar bis Mitte 2027 angekündigt, davon mindestens 1 Milliarde in den ersten drei Monaten. Bis zum 23. Oktober hatte sie bereits für rund 1,45 Milliarden Dollar eigene Titel gekauft. Mit den Quartalszahlen will das Management über das weitere Tempo informieren. Dieses hängt unter anderem von einer harten Kernkapitalquote (CET1) von rund 14 % und von der politischen Debatte ab.
Der Ständerat hat am 23. September mit 33 zu 10 Stimmen beschlossen, dass systemrelevante Banken ihre Auslandstöchter künftig zu 90 % mit hartem Kernkapital unterlegen müssen. Der Bundesrat will 100 %, heute gelten 45 % CET1 plus 17 % in Form von AT1-Anleihen. Die UBS hatte einen Kompromiss mit mindestens 50 % CET1 bevorzugt. Diese Woche befasst sich die Wirtschaftskommission des Nationalrats mit dem Bankengesetz und hört dazu unter anderem Ermotti, Finanzministerin Karin Keller-Sutter und SNB-Präsident Martin Schlegel an. Einen Antrag erwartet cash.ch erst nach der Sitzung vom 23. und 24. November. Das «Wall Street Journal» hatte unter Berufung auf Insider über Notfallpläne der UBS für eine Sitzverlegung berichtet.
Quellen
- Quartalszahlen der UBS: Die operative Leistung steht stärker im Fokus als die Eigenkapital-Diskussion (27.10.2026) – cash.ch
- Medieneinladung: Präsentation des UBS-Ergebnisses für das dritte Quartal 2026 (22.10.2026) – UBS
- Key facts: UBS Group AG 90% CET1 debate; Q3 results Oct 28, consensus $12.962B/$0.91 (abgerufen 27.10.2026) – TradingView
- Ständerat stellt sich bei UBS-Regulierung weitgehend hinter Bundesrat (23.09.2026) – VZ Vermögenszentrum / AWP
- UBS profit jumps 17% in second quarter against constructive backdrop (29.07.2026) – VZ Vermögenszentrum / AWP
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.