Update: Uniper-Verkauf: Equinor prüft laut Bericht Einstieg bei Brookfield und CPP
Das Handelsblatt berichtet, Equinor erwäge einen Beitritt zum Konsortium von Brookfield und CPP, weil der Bund nur drei bis fünf Bieter zulassen will. Zuvor hatte Uniper die Dividende auf 77 Cent (CHF 0,70) angehoben.
Update, 16.25 Uhr: Im Bieterrennen um Uniper kommt Bewegung auf. Wie das Handelsblatt am 6. November unter Berufung auf zwei mit dem Verkauf vertraute Personen berichtet, prüft der norwegische Öl- und Gaskonzern Equinor einen Beitritt zum Konsortium von Brookfield und dem kanadischen Pensionsfonds CPP. Die Kanadier könnten mit einem europäischen Partner ihre Chancen erhöhen, Equinor seine Aussicht auf die zweite Runde. Equinor und Brookfield wollten sich zunächst nicht äussern.
Nur drei bis fünf Bieter sollen weiterkommen
Der Druck entsteht laut dem Bericht, weil das Finanzministerium von Lars Klingbeil nur drei bis höchstens fünf Bieter zulassen will. Die Interessenten sollen in den kommenden Wochen informiert werden. Bis Jahresende will der Bund wissen, wer im Rennen bleibt. Diese Bieter erhalten Einblick in den Datenraum, also in die vertraulichen Firmenunterlagen. Verbindliche Gebote werden voraussichtlich im neuen Jahr fällig.
Parallel läuft die Vorbereitung für die Rückkehr an die Börse: Am 16. November lädt Uniper Investoren zu einem Kapitalmarkttag nach London. Offen ist zudem, wohin die bis 2030 geplanten Investitionen von 5 Mrd. Euro (CHF 4,6 Mrd.) fliessen. Uniper ging bei einer deutschen Kraftwerksausschreibung leer aus. Ohne solche Projekte könnte mehr Geld nach Grossbritannien gehen.
Höhere Dividende als Signal
Der deutsche Energiekonzern Uniper schlägt der Hauptversammlung 2027 eine Dividende von 77 Cent (CHF 0,70) je Aktie vor. Für 2025 waren es 72 Cent (CHF 0,66). Die Ausschüttung steigt damit von 300 Mio. Euro (CHF 274 Mio.) auf 321 Mio. Euro (CHF 294 Mio.), wie Reuters am 6. November berichtete.
Mittelfristig sollen die Dividenden jedes Jahr um 7 % wachsen. Konzernchef Michael Lewis begründete das mit dem erwarteten Ergebniswachstum der kommenden Jahre. Konkrete Gewinnzahlen nennt die Meldung nicht.
Der Bund muss verkaufen
Deutschland hatte Uniper 2022 in der Energiekrise verstaatlicht. Als Auflage der EU-Kommission muss der Bund seine Beteiligung bis Ende 2028 auf höchstens 25 % plus eine Aktie senken. Heute hält er rund 99 %. Unverbindliche Gebote gaben laut Medienberichten auch RWE zusammen mit KKR sowie EPH des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky ab. Der Betriebsrat und das Management bevorzugen den Börsengang.
Die Aktie notierte am späten Vormittag des 6. Novembers bei rund 43 Euro (CHF 39). Wegen des Streubesitzes von rund 1 % ist der Kurs aber nur ein schwaches Signal. Im August verglich die Börsen-Zeitung einen geschätzten Unternehmenswert von 13,5 Mrd. Euro (CHF 12,3 Mrd.) mit einem Börsenwert von 18,3 Mrd. Euro (CHF 16,7 Mrd.).
Quellen
- Rennen um Uniper-Kauf – zwei große Bieter erwägen Zusammenschluss (06.11.2026) – Handelsblatt
- KKR bietet zusammen mit RWE für Uniper (29.09.2026) – Börsen-Zeitung
- Uniper wirbt mit höherer Dividende um Anlegerinnen und Anleger (06.11.2026) – cash.ch / Reuters
- Bundesregierung treibt M&A-Prozess für Uniper voran (11.08.2026) – Börsen-Zeitung
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.