Konjunktur

Benzin vor den Midterms: 4,17 Dollar (CHF 3,41) pro Gallone, gut ein Drittel mehr als vor einem Jahr

2. November 2026, 19:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Einen Tag vor den US-Zwischenwahlen sinken die Benzinpreise zwar, sie liegen aber deutlich über dem Vorjahr. Der Diesel kostet über 70 % mehr. Für die Regierung sind die Zapfsäulen ein heikles Thema, und Experten warnen vor neuen Schwankungen nach der Wahl.

Laut dem Automobilverband AAA kostete eine Gallone Normalbenzin am 2. November im Landesschnitt 4,17 Dollar (CHF 3,41). Das sind 12 Cent weniger als vor einer Woche, aber deutlich mehr als die 3,04 Dollar (CHF 2,49) vor einem Jahr. Eine Gallone entspricht 3,8 Litern, der Literpreis liegt also bei rund 1,10 Dollar (CHF 0,90). Der Preisdienst GasBuddy kommt auf 4,12 Dollar (CHF 3,37) und einen Wochenrückgang von 17 Cent.

Noch stärker trifft es den Diesel: 6,29 Dollar (CHF 5,15) pro Gallone nach 3,68 Dollar (CHF 3,01) im Vorjahr. Der Rekord von 6,52 Dollar (CHF 5,34) stammt laut Reuters vom 22. September. Diesel ist der Treibstoff von Lastwagen und Landwirtschaft und schlägt deshalb auf die Preise vieler Waren durch.

Grosse Unterschiede zwischen den Bundesstaaten

Die Spanne ist breit. In North Carolina kostet die Gallone laut GasBuddy 3,37 Dollar (CHF 2,76), in Kalifornien 5,85 Dollar (CHF 4,79). Am stärksten fielen die Preise binnen einer Woche in Colorado und Wisconsin.

Politisch ist der Vergleich mit der Vorgängerregierung umstritten. Nach AAA-Daten liegt der Schnitt von Trumps zweiter Amtszeit mit 3,472 Dollar (CHF 2,84) knapp über jenem von Joe Biden mit 3,471 Dollar. Die Differenz beträgt nur einen Bruchteil eines Cents. Der absolute Rekord von 5,02 Dollar (CHF 4,11) stammt von Juni 2022. Der Preis von 4,29 Dollar (CHF 3,51) vom 25. Oktober war laut Bloomberg der höchste, der je so spät im Jahr gemessen wurde. Trump hatte Preise unter 2 Dollar (CHF 1,64) in Aussicht gestellt.

Der Ölpreis entscheidet

Treiber ist der Krieg gegen Iran seit Ende Februar. Brent schwankte seither zwischen 72 und 126 Dollar (CHF 59 und 103). Am Montag brach der Preis ein, weil Iran Gesprächsbereitschaft signalisierte. Patrick De Haan von GasBuddy warnt laut Spectrum News, die Schwankungen könnten nach der Wahl rasch zurückkehren. Entscheidend seien neue Angriffe oder eine Waffenruhe rund um die Strasse von Hormus sowie ukrainische Schläge gegen russische Raffinerien.

Giovanni Staunovo von der UBS beschreibt den Ölmarkt als äusserst empfindlich für jede Schlagzeile aus dem Nahen Osten. Goldman Sachs rechnet für Dezember mit Brent bei 105 Dollar (CHF 86), hält bei anhaltend tiefer Förderung am Golf für 2027 aber auch einen Schnitt von 130 Dollar (CHF 106) für möglich.

Quellen

  1. Gas, diesel, oil prices are down, but reprieve could be temporary (02.11.2026) – Spectrum News
  2. The Biggest Weekly Gas Price Drop in Months Arrives, With a Warning That It May Not Last (02.11.2026) – Gas Price Guy (GasBuddy-Daten)
  3. Average price of gasoline during Trump's term now exceeds Biden's as midterms loom (27.10.2026) – Reuters via AJOT
  4. Trump's petrol prices surpass Biden's average (28.10.2026) – Bloomberg via The Star

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.