Rohstoffe

Trumps Rohstoff-Deals unter Druck: USA Rare Earth fällt um rund 10 %, Demokraten kündigen Prüfungen an

5. November 2026, 20:25 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Nach dem Wahlsieg der Demokraten geraten die staatlich gestützten US-Bergbauprojekte ins Visier des Kongresses. Die Aktien von MP Materials und USA Rare Earth fielen am 5. November auf neue Tiefstände der letzten zwölf Monate.

Bergbaukonzerne mit Milliardenhilfen der Regierung Trump stehen vor einem neuen Risiko. Laut Bloomberg drohen ihnen nach dem Sieg der Demokraten in beiden Kongresskammern deutlich strengere Kontrollen. An der Börse ist das Thema bereits angekommen, wobei der breite Technologie-Ausverkauf an der Wall Street mitspielt. USA Rare Earth lag am Donnerstagabend mit 7,35 Dollar (CHF 6) rund 10 % im Minus, MP Materials verlor gut 6 % auf 33,66 Dollar (CHF 27). Ihre Höchststände der letzten zwölf Monate lagen bei 32,80 Dollar (CHF 27) und 76,80 Dollar (CHF 63).

Viel Staatsgeld und offene Fragen

Die Summen sind gross. Trump sprach im August von rund 160 Abkommen und stellte an einem Anlass mehr als 3 Mrd. Dollar (CHF 2,4 Mrd.) Staatshilfe für neue Projekte vor. Ein Republikaner-Gesetz von 2025 gab zudem einem Pentagon-Büro mehr als 100 Mrd. Dollar (CHF 82 Mrd.) Kreditrahmen für Rohstoffprojekte. Die Regierung will damit die Abhängigkeit von China verringern, das rund 70 % des Abbaus und 90 % der Verarbeitung seltener Erden kontrolliert.

Die Demokraten stören sich an möglichen Interessenkonflikten. Im Zentrum steht Vulcan Elements, das einen bedingten Pentagon-Kredit über 620 Mio. Dollar (CHF 506 Mio.) erhielt und an dem die Investmentfirma 1789 Capital beteiligt ist. Dort ist Donald Trump Jr. Partner. USA Rare Earth wiederum erhielt 1,3 Mrd. Dollar (CHF 1,1 Mrd.) Kredit und 277 Mio. Dollar (CHF 226 Mio.) vom Handelsministerium, während Cantor Fitzgerald, geführt von den Söhnen von Handelsminister Howard Lutnick, eine private Aktienplatzierung begleitete. Das Ministerium sagt, Cantor habe bei der Vergabe keine Rolle gespielt. Vulcan weist zurück, Investoren für den Kredit eingespannt zu haben. Trump Jr. und Eric Trump bezeichnen ihre Beteiligungen als unabhängig.

Vorladungen werden möglich

Bisher fehlte den Demokraten die Mehrheit, um Unterlagen zu erzwingen. Das ändert sich nun. Der Abgeordnete Jared Huffman und die Senatorin Elizabeth Warren, beide mögliche Ausschussvorsitzende, hatten schon vor der Wahl Anhörungen und Vorladungen angekündigt, wie S&P Global berichtete. Die Fachseite BNamericas schreibt zudem, die Partei wolle jedes unter Trump geschlossene Rohstoffabkommen prüfen. In Lateinamerika sei Argentinien am stärksten betroffen.

Die Industrie fürchtet vor allem die Kosten. Nicole Rodgers vom Branchenverband Alliance for Mineral Security warnte gegenüber E&E News, kleine Produzenten könnten Anwaltskosten in siebenstelliger oder sogar achtstelliger Höhe tragen. Die Rohstoffpolitik selbst steht nicht zur Debatte, denn auch die Demokraten haben eigene Gesetzesvorlagen eingebracht. Der Streit dreht sich laut der Fachseite Rare Earth Exchanges weniger um das Ziel als um die Frage, wer gefördert wird und unter welchen Auflagen.

Quellen

  1. Trump-Backed Critical Minerals Deals Face Growing Pressure After Blue Wave (05.11.2026) – Bloomberg
  2. Dems sharpen attack on post-midterm target: Trump's mineral deals (20.08.2026) – E&E News / POLITICO
  3. Democrats eye broader probes of Trump administration mining stakes after midterms (22.09.2026) – S&P Global Energy
  4. Democrats set to scrutinize US trade policy and critical minerals deals with Latin America (04.11.2026) – BNamericas
  5. China's Rare-Earth Export Pause Expires Nov. 10. Here's What It Means for USA Rare Earth and MP Materials. (05.11.2026) – The Motley Fool
  6. Critical Minerals Policy Under Democratic Control 2026 (08.09.2026) – Rare Earth Exchanges

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.