USA: Offene Stellen steigen überraschend auf 7,5 Millionen, Zehnjahresrendite klettert auf 4,95 %
In den USA waren im September deutlich mehr Stellen offen als erwartet, und Entlassungen gingen zurück. Das stützt die Sicht, dass der Arbeitsmarkt robust genug für eine weitere Zinserhöhung ist. Staatsanleihen gerieten unter Druck.
Die US-Arbeitsbehörde BLS meldete am 3. November 7,523 Millionen offene Stellen für September. Das sind 333 000 mehr als im August, dessen Wert auf 7,19 Millionen nach oben korrigiert wurde. Ökonomen hatten laut Reuters nur 7,1 Millionen erwartet. Die Quote der offenen Stellen stieg von 4,3 % auf 4,5 %. Das BLS selbst stuft den Anstieg statistisch allerdings als gering ein.
Mehr Kündigungen, weniger Entlassungen
Auch die Details fielen freundlich aus. Die Einstellungen nahmen um 131 000 auf 5,402 Millionen zu. Die Entlassungen sanken um 127 000 auf 1,641 Millionen. Die Zahl der freiwilligen Kündigungen stieg um 321 000 auf 3,365 Millionen, die Quote kletterte von 1,9 % auf 2,1 %. Kündigungen gelten als Stimmungsbarometer, weil Beschäftigte eher gehen, wenn sie gute Chancen auf eine neue Stelle sehen. Ein grosser Teil des Zuwachses kam aber aus dem Gastgewerbe, wo die Kündigungen um 197 000 und die Einstellungen um 158 000 zunahmen.
Vorsicht ist bei der Datenqualität angebracht: Laut Reuters leidet die Erhebung unter einer tiefen Rücklaufquote. Ökonomen sprechen weiterhin von einem Arbeitsmarkt mit wenig Einstellungen und wenig Entlassungen. Gute Gewinne und eine robuste Binnennachfrage halten die Entlassungen nahe historischen Tiefs, der Krieg mit dem Iran macht Firmen bei Neueinstellungen aber zurückhaltend.
Anleihen geben nach, Dezember rückt in den Fokus
Am Anleihenmarkt stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zuletzt auf rund 4,95 %, nach 4,89 % am Montag. Steigende Renditen bedeuten fallende Kurse. Schon vor den Daten hatten die Terminmärkte gemäss dem FedWatch-Werkzeug der CME eine Wahrscheinlichkeit von 77 % für eine Zinserhöhung im Dezember eingepreist, wie Charles Schwab berichtet.
Die Fed hatte ihre Serie von Zinserhöhungen am 28. Oktober unterbrochen und den Leitzins bei 3,75 bis 4,00 % belassen. Der Entscheid fiel mit 10 zu 2 Stimmen, Lisa Cook und Beth Hammack wollten den Zins um 0,25 Prozentpunkte anheben.
Als Nächstes folgt der Arbeitsmarktbericht für Oktober. Erwartet werden 65 000 neue Stellen und eine unveränderte Arbeitslosenquote von 4,2 %. Im September waren nur 29 000 Stellen dazugekommen.
Quellen
- JOLTs Job openings 7.523M vs 7.100M estimate (03.11.2026) – investingLive
- US job openings increase sharply in September (03.11.2026) – Reuters via Investing.com
- US job openings rise to 7.52 million in September, quits increase to 3.4 million (03.11.2026) – The Tribune
- Tech Up Early Despite Apple's Drop on Election Day (03.11.2026) – Charles Schwab
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.