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VW-Finanzsparte: Über 1 Mrd. Euro (CHF 920 Mio.) Abschreibungen, auch gebrauchte Verbrenner verlieren

5. November 2026, 15:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Sinkende Gebrauchtwagenpreise treffen die wichtigste Gewinnquelle von Volkswagen. Laut Handelsblatt rechnet die Finanzsparte für dieses Jahr mit Sonderabschreibungen auf Leasingfahrzeuge von über einer Milliarde Euro. Das wäre der höchste Wert seit mindestens 20 Jahren.

Volkswagen Financial Services (VWFS) kämpft mit dem sogenannten Restwertrisiko. Die Sparte verleast Autos und nimmt sie nach Vertragsende zurück. Liegt der Marktpreis dann unter dem Wert, der bei Vertragsabschluss angenommen wurde, entsteht ein Verlust. Für 2026 erwartet VWFS laut Handelsblatt vom 5. November mehr als 1 Mrd. Euro (CHF 920 Mio.) an Sonderabschreibungen auf Leasingfahrzeuge.

Neu ist vor allem, woher der Druck kommt. Bisher standen Elektroautos im Mittelpunkt. Inzwischen verlieren laut dem Bericht auch gebrauchte Benziner und Diesel an Wert. Das Problem betrifft damit nicht mehr nur eine einzelne Antriebsart.

Mehr verdient als alle Automarken zusammen

Das Gewicht der Sparte ist gross. Im ersten Halbjahr 2026 kam VWFS laut dem Fachportal ecomento, das sich auf das Manager Magazin stützt, auf einen Betriebsgewinn von knapp 1,7 Mrd. Euro (CHF 1,6 Mrd.). Das war mehr als alle Pkw-Marken des Konzerns zusammen. Wegen höherer Restwertkosten lag der Wert aber bereits um 7,6 % unter dem Vorjahr.

Die Bilanz der Sparte beträgt fast 290 Mrd. Euro (CHF 266 Mrd.), und sie muss sich jedes Jahr mit rund 115 Mrd. Euro (CHF 106 Mrd.) neu finanzieren. Das macht sie auch für Anleiheninvestoren zu einer wichtigen Adresse. Der Markt blieb laut ecomento im September ruhig, die Anleger schauten aber genau hin.

Besonders anfällig bleibt das Elektrogeschäft. Mehr als 80 % der VW-Elektroautos in Deutschland laufen über VWFS. Branchenkenner beziffern den durchschnittlichen Restwert von Elektroautos nach drei Jahren auf 50,9 % des Neupreises. Auch Benziner und Diesel lagen schon im Juni so tief wie zuletzt 2021.

Sparprogramm mit Folgen für das Personal

Chef Anthony Bandmann, seit Anfang 2026 im Amt, will laut Handelsblatt mit Einsparungen und einer Reorganisation gegensteuern, was auch die Belegschaft treffen werde. Im Sommer hatten externe Berater den Auftrag, ein neues Betriebsmodell zu entwerfen. Die Ergebnisse sollen laut ecomento Ende November dem Aufsichtsrat vorgelegt werden. Damals hiess es noch, bei den rund 10 400 Stellen der Sparte sei kein Abbau geplant, im Konzern sollen die Gemeinkosten dagegen um rund 20 % sinken.

Quellen

  1. Volkswagen: Jetzt auch die Verbrenner: Sinkende Gebrauchtwagenpreise machen der VW-Finanzsparte zu schaffen (05.11.2026) – Handelsblatt
  2. VW-Finanzsparte unter Druck: Restwertrisiken insbesondere bei E-Autos steigen (08.09.2026) – ecomento

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.