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Farallon greift bei Yamato an: Aktie springt um rund 12 %, Fonds will den Chef des Verwaltungsrats loswerden

4. November 2026, 05:26 Uhr · 2 Min. Lesezeit · Redaktion TVinvestment

Der US-Hedgefonds Farallon hält 5,02 % am japanischen Paketdienst Yamato und verlangt den Rücktritt von Verwaltungsratspräsident Yutaka Nagao. Die Aktie legte in Tokio trotz des Einbruchs am Gesamtmarkt so stark zu wie seit 18 Jahren nicht mehr.

Der aktivistische Investor Farallon Capital Management hat sich bei Yamato Holdings eingekauft und geht offen auf Konfrontation. Das zeigt eine Meldung für Grossaktionäre, die der Fonds am 2. November bei der Finanzbehörde der Region Kanto eingereicht hat. Demnach besitzt Farallon 5,02 % der Aktien. Der Fonds kauft laut dem Fachportal Logi-Biz seit dem 31. August laufend an der Börse zu.

Am Dienstag blieb die Börse in Tokio wegen eines Feiertags geschlossen, die Anleger reagierten deshalb erst am Mittwoch. Gegen 13 Uhr Tokioter Zeit kostete die Aktie laut Yahoo Finance 2202,5 Yen (CHF 11,40), rund 12 % mehr als die 1967,5 Yen (CHF 10,20) vom Montag. Das Tageshoch lag bei 2254 Yen (CHF 11,60), einem Plus von 14,6 %. Bloomberg spricht vom stärksten Anstieg seit 18 Jahren. Der Leitindex Nikkei verlor zur selben Zeit rund 4,5 %.

Das verlangt der Fonds

Im Zentrum steht Verwaltungsratspräsident Yutaka Nagao, der Yamato lange geführt hat. Er soll sowohl als vertretungsberechtigter Direktor als auch aus dem Verwaltungsrat ausscheiden. Zudem sollen alle Mitglieder des Gremiums ausser Präsident Toshiyuki Sakurai von aussen kommen. Sakurai hat das Amt erst im April 2026 übernommen.

Farallon begründet die Forderungen mit den Zahlen. Das Betriebsergebnis habe in den fünf Geschäftsjahren bis März 2026 stets die ursprünglichen Prognosen verfehlt, die Rentabilität liege deutlich unter jener vergleichbarer Firmen. Die Ursache sieht der Fonds in einer Führung, die an alten Erfolgsrezepten festhalte. Ein Neuanfang gelinge nur, wenn Nagao gehe.

Yamato äussert sich nicht

Das Unternehmen erklärte laut japanischen Medien, es kenne die Meldung, nehme aber zu den Entscheidungen einzelner Aktionäre nicht Stellung. Farallon hat seine Position in Briefen und Gesprächen dargelegt und schliesst laut Logi-Biz nicht aus, eigene Kandidaten für den Verwaltungsrat vorzuschlagen. Das wäre der nächste Eskalationsschritt.

Im Paketgeschäft kämpft Yamato mit Personalmangel und muss seine Frachtpreise anpassen. Bloomberg zählt Farallon zu den aktivsten aktivistischen Fonds in Japan. Solche Investoren kaufen sich bei Firmen ein, die sie für schlecht geführt halten, und drängen auf einen Kurswechsel.

Quellen

  1. Japan Courier Service Yamato's Shares Surge on Farallon Stake (04.11.2026) – Bloomberg (Feed-Meldung)
  2. アクティビストの米ファラロンがヤマトHD株式の5.02%取得、長尾会長の取締役退任要求 (02.11.2026) – Logi-Biz
  3. ヤマトHD会長の退任要求 (02.11.2026) – Daily Sports / Kyodo
  4. US fund Farallon takes 5% stake in Yamato Holdings, demands Chairman Nagao's resignation (02.11.2026) – BigGo Finance

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen recherchiert und in eigenen Worten verfasst. Er dient der Information und ist keine Anlageberatung.