Ausfallrate
Auch gesucht als: Default Rate, Zahlungsausfall, Ausfallquote, Ausfallwahrscheinlichkeit, Probability of Default
- 🇬🇧 Englisch
- default rate
- 🇫🇷 Französisch
- taux de défaut
- 🇮🇹 Italienisch
- tasso di insolvenza
Die Ausfallrate gibt an, welcher Anteil der Schuldner oder Kredite innerhalb eines bestimmten Zeitraums – meist eines Jahres – Zinsen oder Rückzahlungen nicht mehr wie vereinbart leistet.
Ratingagenturen veröffentlichen regelmässig Ausfallraten für Unternehmensanleihen, aufgeteilt nach Ratingklassen. Dabei zeigt sich ein klares Muster: Bei Schuldnern mit sehr gutem Rating sind Ausfälle selten, bei Hochzinsanleihen deutlich häufiger. Die Ausfallrate schwankt zudem stark mit der Konjunktur. In Rezessionen und bei steigenden Zinsen nehmen Ausfälle zu, in ruhigen Wachstumsphasen gehen sie zurück. Banken berechnen ähnliche Werte für ihre Hypotheken- und Kreditportfolios.
Für Anleger ist entscheidend, wie viel bei einem Ausfall verloren geht. Der erwartete Verlust ergibt sich aus Ausfallwahrscheinlichkeit, Höhe der Forderung und Verlustquote nach Verwertung der Sicherheiten. Ein höherer Zins gleicht das Risiko nur aus, wenn er die erwarteten Verluste übersteigt. Steigende Ausfallraten führen meist zu wachsenden Renditeabständen und belasten die Kurse von Hochzinsanleihen und Private-Credit-Fonds.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.