Bankbilanz
Auch gesucht als: Bilanz einer Bank, Kundeneinlagen, Interbankgeschäft, Bilanzsumme Bank, Bankabschluss
- 🇬🇧 Englisch
- bank balance sheet
- 🇫🇷 Französisch
- bilan bancaire
- 🇮🇹 Italienisch
- bilancio bancario
Die Bankbilanz zeigt, woher eine Bank ihr Geld hat (Passiven) und wie sie es eingesetzt hat (Aktiven). Sie unterscheidet sich deutlich von der Bilanz eines Industrieunternehmens, weil sie vor allem aus Forderungen und Verbindlichkeiten besteht.
Auf der Aktivseite stehen flüssige Mittel wie Guthaben bei der SNB, Forderungen gegenüber anderen Banken, Kundenkredite, Hypothekarforderungen und Finanzanlagen. Auf der Passivseite finden sich Verpflichtungen gegenüber Banken aus dem Interbankgeschäft, die Kundeneinlagen, Kassenobligationen, Anleihen und Pfandbriefdarlehen sowie das Eigenkapital. Kundeneinlagen sind bei vielen Schweizer Retailbanken die wichtigste Finanzierungsquelle.
Auffällig ist der geringe Anteil des Eigenkapitals: Banken arbeiten mit einem hohen Hebel, weshalb schon kleine Verluste auf der Aktivseite das Eigenkapital stark schmälern können. Deshalb schreiben Eigenmittel- und Liquiditätsvorschriften vor, wie viel Kapital und wie viele liquide Mittel eine Bank halten muss. Anleger achten bei Bankaktien besonders auf Kennzahlen wie Kernkapitalquote, das Verhältnis von Krediten zu Einlagen und die Qualität der Kredite.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.