🇨🇭 Schweiz

Hartes Kernkapital (CET1)

Auch gesucht als: CET1, Kernkapitalquote, CET1-Quote, Risikogewicht, risikogewichtete Aktiven

🇬🇧 Englisch
Common Equity Tier 1 (CET1)
🇫🇷 Französisch
fonds propres de base durs (CET1)
🇮🇹 Italienisch
capitale primario di classe 1 (CET1)
Kurz erklärt

Das harte Kernkapital (Common Equity Tier 1, CET1) ist das hochwertigste Eigenkapital einer Bank – vor allem einbezahltes Aktienkapital und einbehaltene Gewinne. Es kann Verluste sofort auffangen, ohne dass die Bank schliessen muss.

Aussagekräftig ist die CET1-Quote: das harte Kernkapital im Verhältnis zu den risikogewichteten Aktiven (RWA). Jede Anlage und jeder Kredit erhält ein Risikogewicht – eine sichere Staatsanleihe zählt kaum, ein ungesicherter Firmenkredit voll oder stärker. Die internationalen Basel-III-Regeln verlangen eine Mindestquote, zu der weitere Puffer hinzukommen. In der Schweiz legt die FINMA die Anforderungen fest; für systemrelevante Banken gelten wegen der «Too big to fail»-Regeln deutlich höhere Werte.

Für Anleger in Bankaktien ist die CET1-Quote eine Schlüsselzahl. Liegt sie komfortabel über dem verlangten Niveau, kann die Bank mehr Geld über Dividenden und Aktienrückkäufe ausschütten. Wird es eng, muss sie Ausschüttungen kürzen, Risiken abbauen oder frisches Kapital aufnehmen. Nach dem Untergang der Credit Suisse wurde in der Schweiz intensiv über strengere Kapitalanforderungen für die UBS diskutiert, insbesondere für ihre ausländischen Tochterbanken.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.