🌍 Wirtschaft & Notenbanken

Bankenabgabe

Auch gesucht als: Bankensteuer, Bank Levy, Bankenabgaben, Bankenumlage, Stabilitätsabgabe

🇬🇧 Englisch
bank levy
🇫🇷 Französisch
taxe bancaire
🇮🇹 Italienisch
tassa sulle banche
Kurz erklärt

Eine Bankenabgabe ist eine besondere Steuer oder Gebühr, die nur Banken bezahlen müssen. Sie soll Mittel für künftige Bankenkrisen bereitstellen oder die Kosten abgelten, die der Staat für die Stabilität des Finanzsystems trägt.

Nach der Finanzkrise ab 2007 führten mehrere Länder Bankenabgaben ein, etwa Grossbritannien. In der Eurozone zahlen die Banken Beiträge in einen gemeinsamen Abwicklungsfonds, aus dem die geordnete Abwicklung angeschlagener Institute mitfinanziert werden kann. Bemessen wird die Abgabe meist an der Bilanzsumme oder an bestimmten Verbindlichkeiten, teilweise abhängig vom Risiko. Einige Staaten erhoben in Zeiten stark steigender Zinsen zudem Sondersteuern auf Bankgewinne.

Die Schweiz kennt keine allgemeine Bankensteuer. Nach der Rettung der Credit Suisse 2023 wurde aber diskutiert, wie systemrelevante Banken für die implizite Staatsgarantie und für staatliche Liquiditätshilfen in einer Krise entschädigen sollen. Für Anleger mindern Bankenabgaben den Gewinn und damit potenziell die Ausschüttungen. Befürworter sehen darin einen Ausgleich dafür, dass Grossbanken im Krisenfall auf den Staat zählen können.

Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.