Binnennachfrage
Auch gesucht als: Inlandnachfrage, öffentlicher Konsum, Staatskonsum, Inlandsnachfrage, Domestic Demand
- 🇬🇧 Englisch
- domestic demand
- 🇫🇷 Französisch
- demande intérieure
- 🇮🇹 Italienisch
- domanda interna
Die Binnennachfrage ist die gesamte Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen, die aus dem Inland stammt: privater Konsum, Staatskonsum und Investitionen. Die Exporte zählen nicht dazu.
Zur Binnennachfrage gehören die Konsumausgaben der Haushalte, der öffentliche Konsum – also etwa Ausgaben von Bund, Kantonen und Gemeinden für Personal, Bildung oder Gesundheit – sowie die Investitionen von Unternehmen und Staat in Bauten und Ausrüstungen, oft ergänzt um Lagerveränderungen. Ein Teil dieser Nachfrage wird durch Importe gedeckt. Ob eine Volkswirtschaft vor allem von innen oder vom Ausland getragen wird, zeigt der Vergleich mit dem Aussenhandel.
Für exportstarke Länder wie die Schweiz oder Deutschland ist eine robuste Binnennachfrage ein wichtiger Puffer, wenn die Weltkonjunktur schwächelt oder Zölle den Absatz im Ausland erschweren. Regierungen versuchen in Krisen oft, sie mit Konjunkturprogrammen zu stärken, Notenbanken mit tieferen Zinsen. Für Anleger sind binnenorientierte Unternehmen – etwa Detailhändler, Bauzulieferer oder Versorger – weniger direkt vom Franken und von globalen Handelskonflikten abhängig als Exporteure.
Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.